Rohrmeisterei


 

 
Kulturszene mit kulinarischem Ruf

Enorm, was in Schwerte aus einer fürs Ruhrgebiet so typischen Industrieruine entstanden ist. Die „Rohrmeisterei“, ganz nah an der Ruhr gelegen, wurde 1890 als Pumpstation für die Trinkwasserversorgung erbaut, später als Werkshalle für Rohre genutzt (daher ihr Name), dann verfiel sie. Der engagierten Initiative einer gemeinnützigen Stiftung ist zu danken, dass die Rohrmeisterei heute als pulsierendes Highlight im gesellschaftlichen Leben Schwertes dasteht, ein Bürger- und Kulturzentrum, das auch kulinarische Ambitionen zeigt.

Durch die sorgsame Restaurierung blühte die authentische Atmosphäre des Industriedenkmals wieder auf. Unter dem alten Kran entstand ein Bistro, mitten hineingesetzt in die Halle wurde der „Glaskasten“, ein Feinschmecker-Restaurant, mit gläsernen Paravents eingefasst, gegenüber empfiehlt sich die Bar als „längste Theke des Ruhrgebiets“. Die beiden Veranstaltungssäle fungieren nicht nur als Bühnen für das vibrierende Kulturleben der Rohrmeisterei (mit Tanz, Theater, Konzerten, Kleinkunst, Jugendevents etc.) oder als Konferenz- und Meetingfaszilitäten, sie sind auch als Bankettszene gefragt, werden für Firmenfeiern, Hochzeiten, Jubiläen und ähnliche Anlässe gebucht.

Dass die Rohrmeisterei dabei schnell zu kulinarischem Ruf kam, dafür sorgte Küchenchef Manfred Kobinger. Seine kochkünstlerische Handschrift zeigt Bodenhaftung ebenso wie Versiertheit in der feinen Cuisine, schön seine Neigung zu regionalen Inspirationen. Im Bistro genießt man unkomplizierte Leckereien von der Senf-Kurkuma-Suppe (auf dem Areal hat auch die historische Schwerter Senfmühle eine neue Heimat gefunden) über pfiffige Salate bis zu schmackhaften Tellergerichten. Elaboriert die Gourmetcuisine im Glaskasten, reizvoll dazu die Weinbegleitung durch Servicechefin Renata Grenda, man koste die rosa Entenbrust auf Holunder-Zwetschgen-Sauce mit einem Zweigelt von Tement aus der Südsteiermark, das Zanderfilet auf Balsamicolinsen mit einem Chablis 1er Cru von Albert Blichot.

Lebendig das Rahmenprogramm vom monatlichen Whisky-Tasting über Degustationsmenüs und Speisenfolgen nach Henriette-Davidis-Rezepten bis zu Kochkursen und Küchenpartys – die Rohrmeisterei tritt mit einer spannenden Symbiose von Kultur und Kulinarik auf.

 


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