Hotel & Restaurant Bareiss

Endlich ist es soweit. Hotelier Hermann Bareiss, Hausherr in einem der schönsten Ferienrefugien Deutschlands, kann sich freuen, und mit ihm die ganze Fangemeinde seines Gourmettreffs, des Restaurants Bareiss: Seit diesem Jahr gibt es in Baiersbronn zwei Drei-Sterne-Restaurants. Lange hat Cuisinier Claus-Peter Lumpp darauf hingearbeitet. Seit 1992 verteidigte er mit Furore seine beiden Sterne, und nicht wenige Gäste fragten sich, warum man ihn, den großen Aromenkoch, gegenüber dem benachbarten Harald Wohlfahrt so lange auf der zweithöchsten Etage antichambrieren ließ. Wie auch immer, Lumpp ließ sich nicht beirren, er konzentrierte sich auf sein Können, perfektionierte weiter, wo er Möglichkeiten sah, intensivierte seine persönliche unverkennbare Handschrift – wer wollte ihm heute nicht von Herzen gönnen, da angekommen zu sein, wo ihn Kenner schon lange sehen.
Sein Stil? Unschwer zu sagen: Lumpp ist ein genialer Aromatisierer. Er weiß, wie man Aromen zum Vibrieren bringt, als Ensemblespieler einsetzt, aber auch als Solisten groß macht, in erregende Harmonien bannt oder in frappierende Kontraste, wie man sie zum Explodieren bringt, mit großem Temperament und auch mit der Lust, Grenzen auszuloten. Apropos Ensemblespieler: Claus-Peter Lumpp ist selbst einer. Er hat sich nie als Solostar gesehen, immer auf die glückliche Konstellation verwiesen, in der er im Bareiss figuriert: einen Hotelier im Rücken, der – selbst ein perfekter Maître de Plaisier, wenn inspirierende kulinarische Atmosphären gefragt sind – die Potenzen seines Cuisiniers nie unterschätzte, und ein Team im Restaurant, wie Lumpp es sich idealer nicht wünschen kann.
Wenn sich ein Gast im Bareiss Dreierlei von Jakobsmuscheln mit Kaviar und Lauch; Lammrücken von der Älbler Wacholderheide; soufflierte Schokolade mit Passionsfrucht und Jivara-Eis zu Gaumen und Gemüte führt, dann begibt er sich auf eine fulminante Geschmacksreise – und hat dabei neben einem der besten deutschen Köche noch zwei andere Gefährten. Sie sorgen ihrerseits für kulinarische Kurzweil auf elegantestem Niveau: Maître Thomas Brandt und Weinkellner Jürgen Fendt. Brandt war selbstverständlich schon mal Restaurantchef des Jahres, Fendt natürlich längst Sommelier des Jahres, beide bilden sie ein animierendes Team am Tisch. Zu erleben, wie jener es schafft, Feinschmecker und Feinschmeckerin beim Filetieren und Vorlegen auch noch mit Charme ohne Ende zu verwöhnen, und wie unterhaltsam dieser – ist man wissbegierig – über den Wein, den er grade empfiehlt, aber auch warum er das tut, plaudert, dann gibt man sich einem sinnlichen Gesamterlebnis hin, für welches der Name Bareiss eben steht.
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