Gästehaus Klaus Erfort

Seit diesem Jahr steht das Gästehaus Erfort gleich unter drei guten Sternen.
Das einsame Mahl ist doch immer nur die halbe Portion. Dieser Feststellung von Alain Claude Sulzer kann man grundsätzlich ohne weiteres zustimmen. Doch wenn man im Restaurant Gästehaus Erfort in Saarbrücken sitzt und dem Amuse-Bouche-Röllchen von Rinderfilet mit Langustinen, exklusiv von Imperial-Kaviar und Gurken-Wasabi-Gelee begleitet, eine gebratene Entenstopfleber mit Orangenbisquit und Entenbouillon folgt oder die gebratenen Sankt-Jakobs-Muscheln von Roter Bete süß-sauer und leicht geräuchertem Specksud begleitet werden ist man eher geneigt, Goethe zuzustimmen. Deutschlands berühmtester Dichter vertrat die Ansicht, dass eine gesellige Unterhaltung bei Tisch nur etwas mehr als nichts sein sollte. Die komplexen Aromen der Zubereitungen aus der Küche von Klaus Erfort, der auch schon vor der aktuellen Auszeichnung mit drei Michelin-Sternen längst seinen festen Platz in der deutschen Gourmetlandschaft eingenommen hatte, machen neugierig, und keine Nuance sollte am Gaumen vorbeiziehen und einfach im Magen verschwinden. Mit seinen Menüs, deren Elixier Fantasie, Kreativität und Qualität sind, versetzt er selbst anspruchsvollste Gourmets immer wieder in Erstaunen.
Nach dem Geheimnis seiner Erfolges gefragt, führt der charismatische Saarländer, der vor sechs Jahren den Schritt in die Selbständigkeit wagte, zwei Gründe ins Feld. „Ich konzentriere mich voll und ganz auf das, was ich am besten kann. Und das ist kochen.“ Und so sieht man ihn weder im Fernsehen noch betreibt er eine Kochschule. Er hat noch kein Kochbuch produziert und auch prestigeträchtige Caterings sind nicht sein Ding. „Das tägliche A-lacarte-Geschäft ist meine große Passion.“ Natürlich stehen die wunderschön renovierten Räumlichkeiten der prächtigen Saarbrücker Villa und auch der traumhafte Park für Veranstaltungen zur Verfügung. Doch im kleinen Rahmen und außer Haus kocht Klaus Erfort nur dann, wenn das Restaurant geschlossen ist. Als zweiten Grund führt er die Nähe zu Frankreich und dessen kulinarische Schätzen an. Und so kommen viele seiner ausgesuchten Lieferanten über die Grenze und bringen ihm das Beste, was sie zu bieten haben. Zu einer großen Küche gehören immer auch große Weine. Davon finden Weinliebhaber reichlich im Saarbrückens erster kulinarischer Adresse. Im perfekt temperierten Keller der historischen Villa lagern Flaschen aus aller Welt. Das überaus kompetente Serviceteam weiß auch bei „schwierigen Fällen“ immer den optimalen Wein zur Kochkunst des Hausherrn vorzuschlagen. In der Weißweinabteilung finden sich viele bemerkenswerte Weine aus Deutschland. Bei den Roten ist Frankreich sehr gut vertreten mit Burgundern wie mit Bordeaux bis hin zu Grands Crus in mehreren Jahrgängen.
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