Restaurant Biike

Der 21. Februar ist ein Tag, den jeder Sylter fest im Kalender stehen hat: in zehn Gemeinden wird das sogenannte Biikebrennen zeremoniell begangen. Biike bedeutet auf Friesisch soviel wie „Feuersignal“ und diente ursprünglich der Verabschiedung von Seefahrern und Walfängern. Dieser schönen Tradition verdankt das 2009 eröffnete Restaurant Biike im HAPIMAG Resort Hörnum seinen Namen. Das Interior mit den teilweise roten Wänden, modernen Möbeln und Designerlampen mutet recht stylistisch und so gar nicht typisch nordfriesisch an. Große Panoramafenster geben dem Raum ein Gefühl von Weite. Alles ist hell und licht. Ein Ort, an dem man gern verweilt. Das flackernde Feuer im modernen Stahlkamin verbreitet in der dazugehörigen Lounge-Bar Gemütlichkeit und Wohlbehagen.
Chefkoch Hans-Jörg Havemann verwöhnt die Gäste mit einer regionalen, authentischen Küche. Der gebürtige Westfale verwendet für seine Speisen fast ausschließlich Produkte heimischer Erzeuger. So liefert der Gänsehof in Keitum das Deichlamm, das hochwertige Fleisch der Galloway-Rinder kommt von Fleischermeister Peter Nissen, frische Käse- und Milchprodukte bezieht Hans-Jörg Havemann aus Dörte Dethlefs friesischem Käselädchen. „Ich kenne einschließlich der Hühnerfarm, die uns täglich frische Eier bringt, alle Lieferanten persönlich, bin über die Tierhaltung informiert. Zwischen Koch und Erzeuger muss absolutes Vertrauen bestehen“, erklärt der Küchenchef seine Philosophie. Was hier auf den Teller kommt, das überzeugt auch verwöhnte Feinschmecker. Die Sylter Räucherfisch-Variationen vom Fischkontor Blum aus List zum Beispiel. Das sind aus dem Buchenholzrauch mit aromatischen Gewürzen geräucherter Aal, Lachs, Makrele, Heilbutt und Sprotten, serviert mit Meerrettich und Lachskaviar. Köstlich die erfrischende Terrine von Melone und Avocado mit marinierten Nordseekrabben und Estragonschaum, die Seeteufel-Medaillons, gegrillt auf Safran-Kartoffelschaum mit glasierten kleinen Strauchtomaten und Bärlauchschaum oder der Galloway-Rindertafelspitz aus dem Sud mit Gemüse, gebratenen Kartoffeln und Schnittlauchcreme. Abrunden kann man sein Menü natürlich mit Käse. Naschkatzen aber lieben Desserts. Hans-Jörg Havemann überrascht mit einem ganz besonderen: Dabei treffen zweierlei Mousse hell und dunkel auf Ananas als Kompott mit Ingwer und als Sorbet mit Estragon. Eine echte Geschmacksexplosion – köstlich und ungewöhnlich. Zu allen Speisen serviert der kompetente Service unter der Leitung von Frederik Zinn ausgezeichnete Weine. Wer gern nach dem Essen statt Kaffee eine Tasse Tee genießt, dem bietet das Restaurant Biike eine erlesene Auswahl von vierzig Sorten aus dem Teehaus Ronnefeldt – aufwändig am Tisch zelebriert.
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