Tavern On The Green

Der Stern über dem Stall, der einst drei Weisen den Weg zur Krippe in Bethlehem zeigte, ist an der 67sten Straße von New York zum Lichtermeer geworden. Die leuchtende Pracht lädt ein, das Fest in Prunk und Üppigkeit zu feiern, in „Tavern On The Green“, einer der gefragtesten Adressen, wenn New York Weihnachten zelebriert. Das illuminierte Stilleben spiegelt sich in den Glaswänden des Crystal Rooms. Er ist im Festivitäten-Treff der begehrteste Ort. Zwischen den Bäumen, durchs Glas blickt man hinein in sein kostbares Innenleben. Schlanke Säulen tragen einen blankpolierten, stuckverzierten Himmel. Daraus hängen Lüster in feinstem Kristall. Baccarat, Waterford und Tiffany zeigen ihre ganze Kunst. Der Gipfel der prachtvollen Szenerie ist ein Christbaum, über vier Meter hoch und so reich geschmückt, daß seine Nadeln verschwunden sind wie das Laub der Bäume draußen in der stillen Nacht.
Tritt man ein in „Tavern On The Green“, ist es mit der Stille vorbei. Wie sollte es auch anders als lebhaft zugehen, wo von thanksgiving, also vom letzten Donnerstag im November, bis zur ersten Januarwoche rund 200.000 Menschen feiern. Sie treffen sich in sechs Salons und Sälen, im Park Room, im Pavilion Room, im Rafters und im Terrace Room. Im Chestnut Room, einer ländlich barocken Ambiance mit offenem Dachgebälk aus Kastanienholz, steht der gleiche Christbaum wie im Crystal Room. Um die Weihnachtssymbole zu schmücken, wurden pro Baum 12.000 funkelnde bunte Lichter angebracht, dazu 3.000 Stück Schmuck, ausgesucht in 30 Geschäften rund um die Welt.
Für den deutschen Chefcuisinier Michael Schenk ist in der Weihnachtszeit ein Lunch oder ein Dinner mit 2000 A-la-carte-Reservierungen normal, dazu kommen geschlossene Gesellschaften. Er arbeitet mit ca. 70 Köchen in zwei Schichten und schafft es dabei, frisch und auf Gourmet-Niveau zu kochen, moderne amerikanische und feine französische Cuisine. An Weihnachten dürfen natürlich traditionelle einheimische Highlights nicht fehlen, der berühmte Truthahn zum Beispiel. Schenk serviert die saftigen Tranchen von der Keule und der Brust mit Süßkartoffel-Püree, scharf gerösteten Pecannüssen, einer Füllung aus italienischer Fenchelwurst und frischem Maisbrot, dazu läßt man sich ein winterlich gewürztes Apfel-Johannisbeer-Kompott schmecken.
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