Maus im Mollers

Neueröffnung auf dem Dach des Theaters mit Blick auf den Mainzer Dom:
das schicke „Maus im Mollers“.
Orte, die magisch anziehen, sind rar gesät. Ein schönes Beispiel ist das erst vor kurzem umgestaltete neue „Maus im Mollers“ mit einem hinreißenden Rundumgenuss – feines Essen und Trinken mit einem spektakulären Blick auf den Mainzer Dom. Im 6. Stock des Staatstheaters setzt das innovative Restaurant in jeder Beziehung Maßstäbe: mit einer hochwertigen Küche und einer hochmotivierten Küchencrew um Küchenchef Michael Feiden (37) und Gastgeber Dirk Maus (37), zuvor Küchendirektor im Hilton Mainz.
Das bislang eher kühl und sachlich wirkende Dachrestaurant wurde durch ein neues Raum- und Farbkonzept insgesamt moderner, wärmer und behaglicher gestaltet. Weit über eine Million Euro wurde in Ausstattung, Ambiente und Küchentechnik investiert. Als Kontrast zu den Bordeaux-Tönen wurden Tische, Stühle und Bartresen in dunklem Braun gehalten. Der Boden korrespondiert farblich mit dem roten Sandstein des Doms. Raffiniert auch die Lichtführung in dem Rondell. Die Tische sind elegant gedeckt und geben in dem weitläufigen verglasten Halbrund den Blick auf die zu Füßen liegende Stadt frei. Ebenso gelungen wie der
Umbau präsentiert sich auch die feine regionale Küche mit mediterranem Einschlag. „Handwerkliche Perfektion ist der eine Teil unseres Kochens, künstlerische Inspiration der andere“, sagt Dirk Maus, der sich nach seinem Wechsel wieder voll auf das Kochen konzentrieren kann und mit einer einfachen und eingängigen Küchenphilosophie das „Mollers“ da positionieren möchte, wo es hingehört: ganz nach oben. Denn was Dirk Maus auf die Teller zaubert, ist alles andere als einfach. Er kauft weitestgehend qualitativ hochwertige Produkte in der Region und lässt idealerweise direkt ab Hof liefern. Zwei Menüs stehen allabendlich auf der Karte, wobei die Gänge auch einzeln wählbar sind – etwa die Klassiker Crépinette vom rheinhessischen Reh oder das zarte Mittelstück vom Weideochsen im Blutwurstmantel mit glacierten Feigen. Beeindruckend ist auch die Weinkarte mit rund 250 Positionen, darunter Klassiker, aufstrebende Newcomer und internationale Kultweine.
In der Davidoff Lounge kann man den Tag mit „braunen Kubanern“ entspannt ausklingen lassen. Dazu passen Cocktail, Espresso, Hochprozentiges oder auch ein gepflegtes Bier – das alles zu moderaten Preisen. Das hat sich herumgesprochen und man sollte, besonders am Wochenende, vorher reservieren.
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