YACHTING & Style Heft 19

Les Voiles de St. Tropez
SCHAULAUFEN DER TRAUMYACHTEN

Elegant und glamourös: Zum 30. Mal trafen sich im Rahmen der „Les Voiles de Saint-Tropez“ vom 24. September bis 2. Oktober 2011 die schönsten und teuersten Segelyachten der Welt zu einem maritimen Rendezvouz.

TEXT Bernd Teichgräber | FOTOS Erik Stelzer, www.nice2meetU.de


 Die Geschichte der Segelregatta vor der traumhaften Hafenkulisse von Saint-Tropez geht auf eine Wette vor drei Jahrzehnten zurück. Damals wollten zwei Segler testen, wer die schnellere Yacht besaß. Von einem Punkt im Hafen von St. Tropez, dem „La Niouo Largue“, starteten die passionierten Segler zum berühmten „Club 55“, dem Hotspot unter den Beachclubs am Strand von Pampelonne. Der Verlierer kam glimpflich davon und musste lediglich das Mittagessen zahlen. Der Ursprung dieses Events lässt sich noch heute am Charakter der Les Voiles erkennen: Alles, was zählt, ist Fairness und Sportsgeist.

Auch 2011 konnte die „Les Voiles de Saint-Tropez“ mit beeindruckenden Eckdaten aufwarten. Über 300 Boote, 3500 Crew-Mitglieder und an manchen Tagen rund 50000 Zuschauer fanden den Weg an die Côte. Wie seit Jahren nicht mehr waren die Wettfahrten vor allem von schwachen Winden gekennzeichnet, und so machte es sich manche Crew beim Warten auf die schwache Brise recht gemütlich. Immer wieder faszinierend, die Startphase, in der die Boote dicht an dicht an der Startlinie auf das Signal warten.  Nach mehrstündiger Wartezeit setzte nachmittags die Thermik-Brise ein und markierte damit das Startschusszeichen zum Aufbruch zur Regatta. Auf drei verschiedenen Bahnen wurde gesegelt, und natürlich ließen sich die historischen Yachten nicht das Privileg nehmen, gleich vor der Hafenmole zu starten – ein spektakuläres Schauspiel, auch für die vielen Zuschauer an Land. Dutzende Begleitboote folgten der Flotte, bis der mangelnde Wind zu einer Verkürzung der Bahn führte und die Boote wieder frühzeitig in Richtung Ziellinie vor Saint-Tropez segelten. Der Finaltag startete mit segelbarer Brise. Kurz nach Mittag jedoch, die vier Gruppen der modernen Yachten waren gerade auf dem Weg zur Luvtonne, starb der Wind dann bis hin zur völligen Flaute abermals. Die Wettfahrtleitung machte dem Grauen nach knapp zwei Stunden ein Ende: Abbruch aller Wettfahrten. Etwas mehr Glück mit dem Wind hatten die Wallys, die erneut ein eigenes Startgebiet direkt unterhalb der Strände von Pampelonne nutzen konnten: Immerhin konnten hier vier Wettfahrten gewertet werden.

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