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Yachting & Style Heft 21


© FOTO Adrian Houston

PEGASO
Luxus-Forschungsschiff mit ultimativem U-Boot

Aufgrund seiner Leidenschaft zum Tauchen und zum Erforschen der Weltmeere ließ sich ein Eigner den wohl luxuriösesten Explorer aller Zeiten bauen. „Am Anfang war das U-Boot, der Rest der Yacht wurde drumherum geplant“, beschreibt der Chef-Designer die Aufgabenstellung beim Entwurf der 74-Meter-Yacht „Pegaso“.

TEXT Bernd Teichgräber FOTOS Adrian Houston

Die Eignersuite ganz oben auf dem separaten Eignerdeck gelegen, bietet einen 180-Grad-Ausblick, behagliche Holzvertäfelung und einen cremefarbenen Teppich mit Holzmasermusterung. Die Holzvertäfelung an den Badezimmerwänden ist aus gebürstetem Teakholz, wohin man auf der „Pegaso“ auch blickt, überall erkennt man erlesensten Geschmack und die aufwändigsten Materialien. So wurde die Badewanne aus einem einzigen großen Kalkstein gehauen, die Dusche befindet sich hinter sandgestrahltem Glas.

Vor der Suite gibt es eine kleine Terrasse, von der aus man den besten Ausblick an Bord genießt. Achtern vom Lift liegt ein geräumiges Arbeitszimmer und eine Lounge, die sich für kleine Konferenzen eignet. Weiter nach Achtern betritt man eine weitere, größere Terrasse mit festem Sonnensegel.

 

Wer auf einer so luxuriösen Mega-Yacht wohnen kann, sollte doch eigentlich rundum glücklich sein und seine traumhaft schönen Interieurs kaum verlassen. Nicht so bei dem Eigner dieser Yacht, denn der befindet sich am liebsten in der Forschungsstation unter dem Hauptdeck. Hier liegt auch sein liebstes „Spielzeug“, ein Hi-Tech-VAS-U-Boot, das bis zu fünf Personen aufnehmen kann. Es ermöglicht seinen Passagieren unter anderem, als Taucher das U-Boot unter Wasser zu verlassen, um in einen bestimmten Bereich abzutauchen und es nach dem Tauchgang wieder zu betreten. Das eingelaufene Wasser wird danach aus dem Passagierraum abgelassen und der Raum wird neu dekomprimiert. Eine Besonderheit dieses U-Bootes ist es weiterhin, dass die im Durchmesser 1,40 Meter messende Frontscheibe nach unten hin leicht abgewinkelt ist, damit man den Meeresboden beobachten kann, und nicht wie bei den Glaskuppeln, die häufig oben auf Tauchbooten sitzen, zur Wasseroberfläche blickt.

In dem U-Boot können bequem fünf Personen auf eine Tauchtiefe von 160 Metern absinken und Forschungsmissionen von acht Stunden Länge absolvieren, wobei die lebensnotwendige Versorgung bis zu 96 Stunden reicht. Nach dem Tauchgang können das gesammelte Filmmaterial in einem professionellen Schneideraum vor der Garage entwickelt und die Meeresproben in einem angrenzenden Nasslabor digital katalogisiert werden. Auf dem Hauptdeck nach Achtern befindet sich ein Taucherraum mit einem maßgefertigten Produktionssystem für Sauerstoff- und Nitrox-Atemgas, mit Kreislauftauchgeräten, Scootern, Unterwasserkameras und einer transportablen FlexiDec-Dekompressionskammer. Weiter nach Achtern gelangt man durch wasserdichte Türen auf eine 45 Quadratmeter große Badeplattform.

 

Für die Ausarbeitung einer weltumfassenden Expeditionsroute hat sich Pegaso Marine mit der Ocean Preservation Alliance (OPA) zusammengetan; die Meeresschutzorganisation vermittelt Schiffe an Meereswissenschaftler und Forscher und fördert damit den Schutz und die Sanierung der Weltmeere.  

Die Pegaso verfügt über eine transpazifische Reichweite und kann wochenlang auf See bleiben, sie ist absolut eisfest und kann durch das professionelle Heli-Pad kommerzielle Helikopterflüge abwickeln. Als vollwertiges Forschungsschiff erforscht die Pegaso die unberührten Meeresschutzgebiete dieser Welt, wie etwa die Galápagos-Inseln Darwin und Wolf, die streng geschützt und deshalb für die meisten Yachten unzugänglich sind. Für solche Gebiete ist ein Hubschrauber unerlässlich, und da trifft es sich, dass die Pegaso das einzige Schiff dieser Größenordnung ist, das über einen komplett HCA-zertifizierten Hubschrauberlandeplatz verfügt, wie er auf Nordsee-Bohrinseln üblich ist.

 

Mit einer Länge von vier Metern kann der Landeplatz einen 8C735 aufnehmen, der für Gäste auch an Bord bleiben kann. Für Nachtlandungen leuchtet die H-Kennzeichnung im Dunkeln, und tagsüber ist die Teakholzfläche und die beige-weiße Kennzeichnung so unauffällig, dass sie locker auch als Tanzfläche durchgehen könnte. Auch die Grundausstattung der Forschungsyacht ist beeindruckend. So unterstützen drei Generatoren mit einer Leistung von jeweils 450 kW die dynamische Positionierung des Schiffes für sichere Tauchgänge oder in geschützten Gebieten, wo es verboten ist, vor Anker zu gehen. Im Maschinenraum arbeiten zwei 3516C-Triebwerke von Caterpillar mit einer Gesamtleistung von 4.700 kW, die für eine entsprechend hohe Reichweite von 10.000 nautischen Meilen und eine Höchstgeschwindigkeit von 12 Knoten sorgen.

Obwohl die Pegaso in erster Linie für die Meeresforschung gedacht ist, wartet sie zugleich auch mit dem Luxus einer Superyacht auf. Die Forschungsräume und Gästekabinen befinden sich dort, wo in Yachten normalerweise der Hauptsalon liegt, weshalb das Brückendeck die üblichen Funktionen eines Hauptdecks erfüllt. Die geräumige Achterbrücke, die im Stil eines Beach-Clubs entworfen wurde, dient als Hauptspeiseraum.

 

Im Salon der Yacht befindet sich eine Bar, ein Speiseraum für informelle Mahlzeiten und ein Sitzbereich gegenüber einem versteckten 60-Zoll-Plasma-Fernseher und einer ausziehbaren 120-Zoll-Kinoleinwand. So können alle Besatzungsmitglieder den Salon gleichzeitig, aber für unterschiedliche Zwecke nutzen. Die Wände sind mit Raphia und strukturiertem Holz vertäfelt, die maßgefertigten Holzdielen bezaubern durch ihr leicht „verwittertes“ Aussehen, und in manchen Bereichen des Salons ist der Boden mit geflochtenem Leder verkleidet. In allen Bereichen der Yacht wurde die besondere Maserung von Eiche, Wenge und Walnuss per Sandstrahl oder Drahtbürste herausgearbeitet.

Durch einen bambusvertäfelten Gang gelangt man zum zentralen Glasfahrstuhl, in dem auch ein Rollstuhl Platz findet (alle Gänge der Yacht sind barrierefrei, und es gibt einen Behandlungsraum). Unten auf dem Hauptdeck befinden sich vor dem Forschungsbereich vier Doppelkabinen, die sich in Zweierkabinen umwandeln lassen. Jede Kabine verfügt über ein eigenes Bad und eine legere, zwanglos schicke Einrichtung mit Wandvertäfelungen aus strukturiertem Holz, großzügigen Fenstern und grobem Kalkstein am Kopfende der Betten. Eine ähnliche Ausstattung findet man auch in der VIP-Kabine vor. Hier ist das Schlafzimmer allerdings durch einen japanischen Shoji von einem privaten Arbeitszimmer, einer Lounge und einem Duschraum abgetrennt.

 

Alle Kabinen sind mit AV-Medien ausgestattet, die per iPad bedient werden können. Das Sonnendeck hat einen 54-Quadratmeter-Fitnessraum mit einem Whirlpool, in dem acht Personen gleichzeitig ausspannen können. Außerdem kann der Raum mit Glastüren verschlossen werden.

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