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Country Style Heft 63 | Frühling 2013

Lebenselixier Hund
Ein Welpe zieht ein

Unsere neue Serie „Hunde machen glücklich“ widmen wir dem besten Freund des Menschen. In jeder der vier COUNTRY STYLE-Ausgaben 2013 geht es um ein zentrales Thema im Zusammenleben von Mensch und Hund. Hundefreunde, Züchter und Experten beziehen Stellung zu Themen wie „Bello on Tour“, „Spielend lernen – tolle Tipps gegen Langeweile“ und informieren über „Senior Dogs – die wundervollen grauen Schnauzen“. Wir lassen Ernährungsexperten zu Wort kommen und stellen außerdem luxuriöse Accessoires und  Geschenkideen für den Vierbeiner vor. Beginnen wollen wir mit dem Einzug des Hundewelpen in sein neues Zuhause. Damit der kleine Kerl von Anfang an beste Startchancen hat, hier ein kleiner Leitfaden mit nützlichen Tipps und Anregungen für die ersten Tage und Wochen.

Text: Gundula Luig-Runge | Fotos: Klaus Lorke

In deutschen Haushalten leben derzeit mehr als zehn Millionen Hunde, wobei die Anzahl derer, die mit zwei, drei oder mehr Freunden auf vier Pfoten ihr Zuhause teilen, in den letzten Jahren deutlich angestiegen ist (Quelle: VuMa). Immer häufiger erhält der Hund, der uns Menschen seit Jahrtausenden vorrangig als Nutz- und Arbeitstier gedient hat, heute den Status eines vollwertigen Familienmitglieds – wird geliebt, gepflegt, umsorgt und betrauert.

Hunde bereichern nachweisbar das Familienleben! Sie sorgen für Freude und Gesprächsstoff, verhelfen Paaren zu einem gemeinsamen Hobby, führen Menschen aus der sozialen Isolation, dienen als „Therapeuten“ für Kinder, Alte, Kranke und Problemgruppen. Menschen, die in Harmonie mit ihren Tieren leben, sind ausgeglichener und glücklicher. Wissenschaftler bestätigen Haustierbesitzern sogar eine bessere Gesundheit und deutlich mehr Lebensqualität.

Gutes Sozialverhalten beim Hund kommt nicht von allein
Die meisten Menschen, die sich für einen Hund entscheiden, möchten, dass dieser als Welpe bei ihnen einzieht. Das macht auch Sinn. Hat der Hundehalter doch so die Garantie, das Sozialverhalten seines neuen Hausgenossen früh zeitig und nachhaltig auf das Zusammenleben mit dem „Menschenrudel“ und dessen Umwelt zu prägen und so den Grundstein für eine lebenslange stressfreie, harmonische Mensch-Tier- Freundschaft zu legen.

Da Sozialverhalten beim Hund nicht angeboren ist, sondern von ihm erlernt werden muss, sollte man sich im Vorfeld der Anschaffung einen seriösen Züchter aussuchen, dem man vertraut. Denn bereits in den ersten Lebenswochen hat der Züchter großen Einfluss auf die Entwicklung des Welpen. Bei ihm werden die Grundlagen einer gesunden, positiven Sozialisierung gelegt. Je mehr unterschiedliche Informationen das Hundegehirn bis zur 12. Lebenswoche aufnimmt, desto leichter fällt es dem erwachsenen Hund später, den Alltag, auch in ungewohnten Situationen, sicher und angstfrei zu meistern. Havaneser-Züchterin Mira Wilke bereitet ihre Welpen deshalb von Anfang an intensiv auf ihr künftiges Leben vor.

 

„Bereits im Welpenzimmer fördere ich eine gesunde Entwicklung mit möglichst vielfältigen Reizen, wie zum Beispiel verschiedenen Untergründen zum Krabbeln und Laufen, abwechslungsreichem Spielzeug und einer ‚Welpenschaukel‘ zum Trainieren des Gleichgewichts. Das ist fürs Autofahren sehr hilfreich, welches wir natürlich auch üben. An die wichtigsten Alltags- und Umweltgeräusche gewöhne ich die Kleinen schon frühzeitig mittels einer speziell für Hunde entwickelten Geräusche-CD“, sagt die engagierte Hundezüchterin. Nachdem die passenden Familien für den Hundenachwuchs gefunden sind, können die Welpen ab der 10. Woche in ihr neues Zuhause umziehen.

Damit das Hundebaby keinen zu großen Trennungsschmerz von seinen Geschwistern und dem bisherigen Leben erleidet, gibt Mira Wilke ihren Welpenkäufern einige nützliche Tipps für den Umzug ins neue Zuhause mit auf den Weg. „Bereits auf der Fahrt dorthin sollten jegliche Hektik und Aufregung vermieden werden. Für das Hundekind ist alles neu, die Gerüche, die Menschen, das erste Mal ohne Geschwister – da braucht es viele Streicheleinheiten, Nähe und Zuwendung, um das Kleine zu beruhigen“, erklärt die Expertin.

Im neuen Heim sollte der Welpe in den ersten Tagen  nicht überfordert werden, damit er in Ruhe ankommen und sich mit der geänderten Situation arrangieren kann. Neben liebevollem Körperkontakt und spielerischer Beschäftigung braucht der Welpe vor allem seine Schlafphasen, in denen er nicht gestört werden sollte.

Wichtig sind regelmäßige Tagesabläufe, zu denen natürlich auch die Spaziergänge gehören. Aber Vorsicht, anfangs sollten diese nicht länger als 20 Minuten bis höchstens eine halbe Stunde betragen, um das Hundebaby nicht zu überanstrengen. Zu viel Action ist also fehl am Platz.

Früh übt sich – spielend lernen
Gleichermaßen Konsequenz und Geduld erfordert die Sauberkeitserziehung beim Hund. „Die meisten Welpen werden unruhig, wenn sie ein kleines oder großes Geschäft verrichten müssen. Man sollte sein neues Familienmitglied deshalb  aufmerksam beobachten und schon bei den kleinsten Anzeichen das Kleine nach draußen führen. Hat’s geklappt, dann überschwänglich loben, so lernt der Welpe, es seinem ‚Leitwolf‘ recht zu machen“, erklärt Mira Wilke.

Ab der 12. Lebenswoche fängt ein Hundekind an, eine feste Beziehung zu seinem Menschen aufzubauen. Dieser übernimmt die Funktion des Rudelführers und bestimmt die Regeln des Zusammenlebens, damit der Hund sich sicher und geborgen fühlt. Liebevoll, jedoch immer konsequent steuert er den Tagesablauf, Spiel-, Kuschel-, Action- und Ruhephasen ebenso wie die Futterzeiten. Sämtliche Kommandos, Lob, aber auch Tadel, werden mit der Modulation der Stimme ausgeführt. Schon bald wird der Welpe merken, dass es von Vorteil für ihn ist, seinem Menschen zu gefallen. Lob und Leckerchen kann er einfach nicht widerstehen. Die Basis für eine feste Bindung ist gelegt.

Die Sozialisierungsphase eines Welpen dauert etwa bis zur 16. Lebenswoche. Die Umweltreize, die er durch einen guten Züchter erfahren hat, müssen in seinem neuen Zuhause nun vertieft werden. Alles, was der Welpe in diesen Wochen erlebt, prägt sich ihm ein, sowohl positiv als auch negativ. Deshalb gilt es, dem kleinen Vierbeiner die „große weite Welt“ zu zeigen, ihn möglichst oft mitzunehmen, in die Fußgängerzone zum Shoppen, ins Restaurant oder in ein öffentliches Verkehrsmittel.

Damit er die Welt von seinen Menschen kennenernt. „Um dem Welpen Sicherheit zu vermitteln, sollte man selber stets ruhig und souverän auftreten. Auch eine Welpenschule kann sehr nützlich sein, denn da findet der Mensch Gleichgesinnte und der Hund Spielkameraden“, rät Mira Wilke.

Die richtige Ernährung als Basis für ein langes gesundes Hundeleben
Neben der optimalen Sozialisierung in den ersten Lebensmonaten spielt die richtige Ernährung eine weitere Hauptrolle in der Entwicklung eines Welpen. Je nach Hunderasse dauert die Wachstumsphase unterschiedlich lange. Sehr kleine Hunde können bereits mit einem halben Jahr nahezu ausgewachsen sein, bei den größten Rassen dauert es bis zu zwei Jahre. Eine der Rasse und Größe angepasste Ernährung in der ersten Lebensphase des Welpen entscheidet nachhaltig über die Lebensqualität des Tieres im Erwachsenenalter.

Da Welpen und Junghunde während des Wachstums und aufgrund ihrer übermäßigen Aktivität einen höheren Energiebedarf haben, liegt die Futtermenge während dieser Phase deutlich über der eines erwachsenen Hundes. Zudem haben Welpen und Junghunde einen erhöhten Bedarf an Kalzium so lange sie wachsen. Es ist daher lebenswichtig, den jungen Organismus in dieser Zeit mit ausreichend Kalzium zu versorgen, damit es nicht zu Mangelerscheinungen und in der Folge zu Wachstumskrankheiten kommt. Das Wichtigste ist daher die richtige Zusammensetzung des Futters.

 

In der Havaneser-Zucht „Amor a primera vista“ von Mira Wilke bekommen die Welpen zusätzlich zur Muttermilch ab der fünften Woche das hochwertige Welpenfutter von Terra Canis angeboten, dessen sämtliche Rohstoffe zu einhundert Prozent Lebensmittelqualität besitzen. „Da sind alle wichtigen Nährstoffe wie Eiweiß,Fett, Kohlenhydrate, Mineralien und Vitamine im ausgewogenen Verhältnis enthalten. So können meine Kleinen mit der optimalen Energie- und Kalziumzufuhrgesund heranwachsen.

Außerdem ist die Welpennahrung Terra Canis durch ihren Mix aus hochwertigem Fleisch, Obst, Gemüse, gemahlenen Bio-Eierschalen und einer geringen Menge an glutenfreiem Pseudogetreide, wie z.B. Hirse oder Naturreis, leicht verdaulich. Die kleinen Babybäuche sollen ja schließlich nicht an Blähungen leiden“, erklärt Mira Wilke und herzt eines ihrer niedlichen Havi-Welpen. Wenn die Milch der Mutterhündin für die Heranwachsenden nicht mehr ausreicht, bekommen die Hundekinder eine Schale mit Welpenmilch zur Selbstbedienung  hingestellt.

Damit die Kleinen bereits in der Kinderstube unterschiedlichste Futterkonsistenzen und -angebote kennenlernen, bietet die Züchterin ihnen regelmäßig auch rohes Fleisch wie Tatar oder Rindergulasch in Ministückchen geschnitten an. „Als besondere Delikatesse und Belohnung für meine Großen trockne ich Huhn, Ente, Rind und Fisch in meinem Dörrautomaten. Und für die Welpen hilft das Kauen auf den harten Fleischstückchen sehr gut beim Zahnen“, verrät sie. Ihren Welpenkäufern gibt Mira Wilke stets einen Futterplan sowie eine Erstausstattung des gewohnten Futters für die ersten Tage mit, damit die Kleinen keine Durchfallerkrankung bekommen. Der Umzugsstress ist schon Aufregung genug.

Bereits bevor ein Welpe ins neue Zuhause wechselt, bekommen die zukünftigen Frauchen und Herrchen eine kleine Einkaufsliste mit all den Dingen, die das neue  Familienmitglied am Anfang so braucht: Futternapf und Wassernapf aus Edelstahl oder Keramik, kuscheliges Körbchen, Hundespielzeug, Babybürste mit Naturborsten  für das Kämmtraining, Kotbeutel für unterwegs, Transporttasche, Autobox und Markenfutter-Empfehlung (Terra Canis). Damit der Start in eine hoffentlich lange, von Liebe und Freude geprägte Mensch-Hund-Beziehung perfekt gelingt.

www.amor-a-primera-vista.de 
www.terracanis.de

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