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Country Style Heft 65 | Herbst 2013

MANUFAKTUR FÜR BODENKLEIDER

Suleika Ulmen und Ariane Hahn drücken einer alten Kunst ihren ganz individuellen Stempel auf. In ihrem Kölner Atelier „comme il faut“ entstehen Floorcloth(e)s mit handbemalten Teppichen in modernem Design.

Text: Bernd Teichgräber |  Fotos: Martin Bäuml

Teppichrollen stehen dicht an dicht gedrängt neben dem mächtigen Ateliertisch, auf dem sich ein Dutzend bemalter Floorcloth(e)s erstreckt. Die Wände kleiden Pop-Art und Collagen. In den Holzregalen haben sich Farben, Pinsel und allerlei Zubehör angesammelt. Ständig entdeckt das Auge Neues.

„Die Ornamentenrollen haben wir auf einem Flohmarkt in Holland entdeckt“, erklärt Suleika Ulmen. „Die sind perfekt für unsere Arbeit.“ „Und die alten Textilstempel haben wir von einer Reise aus Indien mitgebracht“, ergänzt Ariane Hahn. „Für die Gestaltung unserer ‚Bodenkleider‘ greifen wir gerne auf historische Gebrauchsgegenstände zurück.“

 

In einem lichtdurchfluteten Hinterhof-Atelier gehen Suleika Ulmen und Ariane Hahn ihrer Passion der Herstellung von Floorcloth(e)s nach. Hier, in Köln-Sülz, haben die beiden Künstlerinnen ein Terrain gefunden, auf dem ihre künstlerische Kraft, ihr Ideenreichtum, ihr kreativer Erfahrungsschatz kräftig Wurzeln schlagen können.

Suleika Ulmen hat viele Jahre als Maskenbildnerin beim Film gearbeitet, seit 2002 ist sie freischaffende Künstlerin. „Mit Ariane verbindet mich eine langjährige Zusammenarbeit und Freundschaft, zunächst beim Film, wo Ariane als Kostümbildnerin tätig war, und später in diversen Kunstprojekten.“

Ihr erstes Bodentuch fertigte Ariane Hahn bereits vor etwa zehn Jahren an. „Aus unserem gemeinsamen Interesse an künstlerischem Schaffen entstand mit Blick auf die hervorragenden Eigenschaften dieses ersten Teppichs die Idee, ‚Bodenkleider‘ zu entwerfen“, erklärt Ariane Hahn. Floorcloth(e)s, übersetzt in etwa „Bodenkleider“, haben ihren Ursprung im England des 18. Jahrhunderts.

Dort waren sie als Vorläufer des Linoleums im so genannten middle class home sehr beliebt und lagen sowohl in der Küche als auch im Wohnzimmer und im Arbeitsbereich.

 

Die Grundlage für die fast in Vergessenheit geratenen Teppiche liefert so genannter Heavy Canvas, ein schweres Segeltuch aus Baumwolle oder Leinen. „Das Segeltuch wird zunächst vorbehandelt, in vielfältigen Mal- und Collagetechniken aufwändig bearbeitet und mehrmals mit Lack versiegelt. Jedes einzelne Exemplar entsteht in einem künstlerischen Prozess, der sich über zwei bis drei Wochen erstrecken kann und dann ein ganz individuelles Einzelstück liefert.“ Die Kölner „Bodenkleider“ sind hiernach robust, strapazierfähig und wasserabweisend.

Die Teppiche können in vielen beliebigen Größen hergestellt werden, wobei momentan Größen zwischen 100 x 120 cm bis 150 x 200 cm vorhanden sind. (Wunschgrößen auf Anfrage.)

comme il faut Atelier
Zülpicher Straße
D-50937 Köln
E-Mail: info@comme-il-faut.net
Internet: www.comme-il-faut.net 

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