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HIGH LIFE Heft 37

N E U S T A R T   M I T   V O L L G A S
Mercedes-AMG GT

High Life-Autor Christian Sauer gehörte zu den Ersten, die im neuen Sportwagen Platz nehmen konnten. Ihn begeisterte der alltagstaugliche Zweisitzer und SLS-Nachfolger bereits bei der Weltpremiere.

TEXT CHRISTIAN SAUER | FOTOS MERCEDES-BENZ

Wie so oft im Leben markiert das Ende einer Ära zugleich den Beginn einer neuen. Nachdem die Produktion des SLS-Flügeltürers, dem ersten von der Mercedes-Tochter AMG komplett in Eigenregie entwickelten Fahrzeug, nach fünf Jahren eingestellt wurde, folgt nun der GT. Beiden gemein sind die lange Motorhaube und die kurze Heckpartie, die bereits die Silhouette des legendären Mercedes-Benz 300 SL aus den 1950er Jahren charakterisierten. „Der neue Mercedes-AMG GT ist ein Sportwagen in seiner reinsten Form“, so Gorden Wagener, Vice President Design Daimler AG. „Atemberaubende Proportionen, kraftvoll modellierte Flächen und fließende Linien machen den neuen AMG zu einem modernen Sportwagen, der den Geist glorreicher Mercedes-Sportwagen in sich trägt. Der GT schafft es so, Schönheit mit Intelligenz perfekt zu verbinden.“

Anders als beim Supersportler SLS spielt bei dem mit 4,54 Meter kompakteren GT die Alltagstauglichkeit eine wichtigere Rolle. Dementsprechend mussten die spektakulären Flügeltüren konventionellen weichen und unter der gläsernen Heckscheibe wurde Platz für immerhin 350 Liter Gepäck geschaffen. Damit nicht genug, können Fahrer und Beifahrer von den modernsten Sicherheits- und Assistenzsystemen profitieren, die Mercedes-Benz ebenfalls in anderen Baureihen anbietet. Hinzu kommen Features wie das Burmester-Soundsystem, das Infotainment-System mit Online-Vernetzung sowie mehrere Sitz-Varianten mit einstellbarem Seitenhalt und tiefer Anordnung.

 

Das wie auf Maß geschnittene Cockpit im weiterentwickelten Aviation-Design mit der breiten Mittelkonsole begeistert mit sehr guter Material- und Verarbeitungsqualität. Neben Leder und Alcantara stehen zur Individualisierung beispielsweise glänzendes oder mattes Carbon, silberne Glasfaser oder das neue Material Black Diamond zur Wahl. Davon eingerahmt, gruppieren sich zahlreiche Bedienelemente zum Konfigurieren des Antriebsstrangs und des Fahrwerks um den zierlichen Schalthebel des 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebes herum. Die Transaxle-Bauweise mit Heckantrieb und Frontmittelmotor sorgt für eine optimale Gewichtsverteilung. Dank Aluminium-Spaceframe und anderen leichten Materialien wie Magnesium liegt das Leergewicht bei lediglich 1540 Kilogramm.

 

Zur Markteinführung 2015 kann zwischen zwei Leistungsstufen des neu entwickelten und, wie bei AMG typisch, von einem Mechaniker in Handarbeit montierten V8-Biturbo mit 4,0 Liter Hubraum gewählt werden: Bereits die Basisversion bringt es auf 462 PS und 600 Nm Drehmoment. Der stärkere GT S leistet 510 PS sowie 650 Nm. Dadurch ergibt sich ein bemerkenswertes Leistungsgewicht: Ein PS muss nur rund drei Kilogramm bewegen. Untermalt vom tiefen Klang der Sport-Abgasanlage mit vollvariabel gesteuerten Klappen, sprintet er in 3,8 Sekunden aus dem Stand bis Tempo 100.

 
DER NEUE MERCEDES AMG GT IST EIN
SPORTWAGEN IN SEINER REINSTEN FORM.
Gordon Wagener, Mercedes-Benz Design-Chef

Als Höchstgeschwindigkeit sind 310 km/h angegeben. Der Achtzylinder, das erste Sportwagen-Triebwerk überhaupt mit innen montierten Turboladern („heißes Innen-V“) und Trockensumpfschmierung für dynamische Kurvenfahrten, soll sich dennoch im Durchschnitt auf 100 Kilometern mit knapp zehn Litern begnügen. Für viele Interessenten wahrscheinlich noch wichtiger – das Fahrwerk mit mechanischem oder elektronisch geregeltem Hinterachs-Sperrdifferenzial, Alu-Doppelquer- lenkerachsen aus dem Motorsport, dreistufigem ESP, adaptiven Dämpfern und Parameterlenkung mit einer variablen Übersetzung sind nur einige Highlights. Auf Wunsch sind zudem Keramik-Verbundbremsen, bis zu 20 Zoll große Schmiederäder in verschiedenen Designs und speziell von Michelin entwickelte Sportreifen erhältlich.

 

Das wird sicherlich auch Formel-1-Pilot Nico Rosberg freuen, der sich schon im September bei der aufwändig inszenierten Weltpremiere des GT am AMG-Firmensitz in Affalterbach in der Nähe von Stuttgart den Zweisitzer als Dienstwagen wünschte. Doch Tobias Moers, Vorsitzender der Geschäftsführung der Mercedes-AMG GmbH, musste auch ihn auf nächstes Jahr vertrösten. Dann soll der neue GT, den es vorerst ausschließlich als Coupé und (noch) nicht als Roadster geben wird, mit seinem ebenso sportlichen wie alltagstauglichen Gesamtpaket vor allem Fahrer des Porsche 911 zum Umsteigen motivieren.

 

Tobias Moers zeigt sich optimistisch: „Mit seiner technologischen Substanz erfüllt der Mercedes-AMG GT unsere hohen Ansprüche an Fahrdynamik, Agilität und Sportlichkeit. Er ist ‚Handcrafted by Racers‘ und ein Beweis dafür, dass wir die Träume unserer Kunden wahr machen.“ Ob der GT die hohen Erwartungen auch erfüllen kann, wird ein späterer Fahrbericht zeigen – die Grundlagen sind auf jeden Fall gelegt.

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