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HIGH LIFE Heft 37

rotorflug airservices GmbH & Co. KGaA
NASE VORN!

Die drei geschäftsführenden Rotorflug-Gesellschafter Frank de Vries, Georgios Kipros und Kai Scheithauer verbinden zwei Dinge: eine Männerfreundschaft und die Faszination für die Fliegerei. Genauer gesagt, für die professionelle Helikopter-Fliegerei. Die renommierten und erfahrenen Luftfahrt- und Finanzexperten haben früh erkannt, dass sich der Markt für die Helikopter-Branche im Zuge immer strengerer EU-Vorschriften stark verändern wird. Deshalb haben sie sämtliche Aktivitäten des Unternehmens unter dem Dach der rotorflug airservices GmbH & Co. KGaA gebündelt und damit die Weichen gestellt, um gemeinsam mit potenziellen Investoren und mit nationalen und internationalen Joint Ventures zu den Gewinnern eines nicht mehr aufzuhaltenden Konzentrationsprozesses zu gehören.

TEXT SABINE HERDER | FOTOS KLAUS LORKE
FOTOS ROTORFLUG AIRSERVICE GMBH & CO. KGAA

Bei der Frage, was die Faszination von Helikoptern eigentlich ausmacht, huscht ein wissendes Lächeln über die Gesichter der drei Geschäftsführer der Rotorflug-Gruppe. „Ein Heli ist doch das einzige Ding, was wirklich richtig fliegt“, schwärmt Frank de Vries, ehemaliger Unternehmensberater, seit fünf Jahren das Gesicht der Rotorflug auf Mallorca und selbst passionierter Hubschrauberpilot. „Alle anderen Luftfahrzeuge halten sich doch nur in der Luft und ohne Vorwärtsbewegung heben sie nicht mal ab“, so Georgios Kipros, der innerhalb des dreiköpfigen Geschäftsleitungsteams für das operative Geschäft in Deutschland zuständig ist. „Um es auf den Punkt zu bringen: Es sind vor allem die unvergleichliche Beweglichkeit und die vielschichtigen Einsatzmöglichkeiten der Helis, die uns alle drei seit vielen Jahren begeistern und die uns fest an den weiteren Erfolg der Rotorflug-Holding glauben lassen“, schaltet sich Kai Scheithauer, zuständig für das Finanzmanagement der Gruppe, ein. Der Blick auf das beeindruckende Leistungsspektrum des Unternehmens, dessen Zentrale in Friedrichsdorf bei Frankfurt liegt, bestätigt diese Aussage.

 Neben klassischen Passagier-Flugdiensten, Rundflügen von den verschiedensten Standorten in Deutschland und Mallorca aus, Film- und Fotoflügen oder repräsentativen Heli-Incentives stellen Arbeitsflüge einen großen Teil der Rotorflug-Einsätze dar. Die wendigen Senkrechtstarter sind heute längst weit mehr, als nur VIP-Spielzeuge und Prestigeobjekte des Jetsets. Die technisch anspruchsvollen Fluggeräte sind kraftvolle und extrem präzise zu manövrierende Multitalente, die längst ihren festen Platz in der heutigen Arbeitswelt erobert haben. Vor allem dort, wo man auf dem normalen Weg zu langsam oder gar nicht weiterkommt, sind die erfahrenen und top geschulten Rotorflug-Piloten besonders gefragt – egal ob sie mit ihrem in Rostock stationierten Intensivtransporthubschrauber Patienten von Klinik zu Klinik transportieren, eine BO 105 als fliegenden Kran nutzen oder eine Bell 206 für Kontrollflüge für   Stromleitungen und Pipelines einsetzen oder eine zweitmotorige Augusta A 109 als Montageplattform für Reparaturen an Hochspannungsleitungen zum Einsatz kommt. Letzteres ist ein schwieriges Unterfangen, für das die Rotorflug als einziges Unternehmen in Deutschland die notwendige Genehmigung der Luftfahrtbehörde hat.

Das Rotorflug-Unternehmen hat sich in den vier Jahrzehnten seines Bestehens einen hervorragenden Ruf innerhalb der Branche erarbeitet. Und der basiert auf dem ständigen Bestreben, das Unternehmen stets an die sich verändernden Kundenbedürfnisse und die sich wandelnden Gegebenheiten anzupassen. Vor allem die Marktsituation wird sich im Zuge immer strengerer und weitreichenderer EU-Vorschriften in Zukunft sehr stark verändern. „Durch den steigenden Kostendruck und die weitreichenden Veränderungen ist ein Konzentrationsprozess, wie er in den anderen Bereichen der Luftfahrt bereits stattgefunden hat, nicht mehr aufzuhalten“, diagnostiziert Kai Scheithauer, der die Branche seit 25 Jahren bestens kennt. „Deshalb werden nur die Unternehmen am Markt eine Chance haben, die die richtige Größe und das passende Know-how haben“, führt er weiter aus, während wir die Werkstätten der Friedrichsdorfer Firmenzentrale besichtigen. Hier wird Helikopter-Laien schnell bewusst, wie aufwändig und streng reglementiert der Flugbetrieb eines Helikopter-Unternehmens ist. „Jede noch so kleine Schraube muss von der Luftfahrtbehörde für den jeweiligen Hubschraubertyp zugelassen sein und jeder Arbeitsschritt muss sorgfältig dokumentiert werden“, erklärt Georgios Kipros, nachdem er uns eine kurze Übersicht über die Besonderheiten der Augusta A 109 gegeben hat, die gerade im Hangar gewartet wird.

 

„Unsere Mitarbeiter sind allesamt hochqualifizierte Spezialisten, so dass wir alle Wartungsarbeiten und fast alle Reparaturen selbst ausführen können“, ergänzt der erfahrene Heli-Experte. Er kam 2009 zum Unternehmen, das damals noch von Rotorflug-„Urgestein“ Klaus Walther geführt wurde. Die Unternehmernachfolge wurde inzwischen sorgfältig geregelt. Die Rotorflug-Unternehmensgruppe wurde von einer GmbH & Co. KG in eine GmbH & Co. KGaA umgewandelt, eine Aktiengesellschaft, bei der Klaus Walther die Holding als Vorsitzender des Aufsichtsrates weiter betreut. „Mit dieser Umwandlung haben wir die Weichen für den zukünftigen Erfolg der Rotorflug-Gruppe gestellt. Denn so können wir potenzielle Investoren einfacher integrieren und zusätzliches Kapital akquirieren, Kapital, das wir einsetzen wollen, um zusätzliche Marktanteile zu gewinnen“, bringt Frank de Vries, gemeinsam mit Kai Scheithauer für die strategische Unternehmensplanung zuständig, das Ziel der drei geschäftsführenden Gesellschafter auf den Punkt. „Denn nur wer den Konzentrationsprozess einleitet, kann die Synergieeffekte optimal nutzen und zum Marktführer aufsteigen. Und das ist unser erklärtes Ziel.“ Keine Frage, ein ambitioniertes Ziel, das aber auf der Basis eines gesunden Unternehmens und eines behutsamen und akribisch durchdachten Entwicklungsprozesses durchaus realistisch ist.

„Unser großer Vorteil ist, dass die Rotorflug-Gruppe schon jetzt zu den größeren der Branche gehört und wir durch die unterschiedliche Know-how-Verteilung innerhalb unseres Geschäftsführungsteams für die Zukunft bestens gerüstet sind“, ergänzt Kai Scheithauer die Ausführungen. Mittelfristig strebt das Unternehmen den Gang an die Börse an. „Das durchweg positive Feedback potenzieller Investoren und die zahlreichen Möglichkeiten nationaler und internationaler Joint Ventures stimmen uns sehr optimistisch“, ergänzt Frank de Vries und fasst zusammen: „Wir arbeiten daran, dass die Rotorflug das erste börsennotierte Hubschrauberunternehmen in Deutschland wird.“

Weitere Infos: www.rotorflug.ag

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