HIGH LIFE Heft 24 | 2010

TITAN UNTER DEN PREMIUM-KREDITKARTEN

SIE IST DREIMAL SO SCHWER WIE EINE GEWÖHNLICHE KARTE UND FÜHLT SICH KÜHL AN. Wer sie besitzt, führt kein Leben wie jeder andere. Er hat Zugang zu einem Höchstmaß persönlicher Services und individueller Leistungen. Handgefertigt aus echtem Titan ist sie die exklusivste und wertvollste Kreditkarte der Welt: die Centurion Card. Vor zehn Jahren wurde sie in Deutschland eingeführt – vor kurzem wurde sie nochmals neu erfunden und verkörpert in ihrem neuen Design noch außergewöhnlichere Services und Leistungen.

Doch werfen wir einen Blick zurück: Die Erfolgsgeschichte der Centurion Card begann bereits im Jahr 1978 mit einem Pilotprojekt. Ausgewählte New Yorker Kartenmitglieder von American Express wurden damals eingeladen, Mitglied des Centurion Services zu werden. Sie erhielten eine speziell designte Karte als Ausweis für ihre Zugehörigkeit, die erste Karte im Centurion-Design. Die Mitglieder erhielten unter anderem „Premier-Reiseservices“, die das Reisen noch angenehmer und komfortabler machten. Dazu gehörten der Zugang zu privaten Flughafen-Lounges, Golf- und Tennisclubs. Der Mythos von einer exklusiven „Black Card“ für die Reichen und Berühmten verbreitete sich schnell – weit über die Grenzen New Yorks hinaus. Wie bei vielen Legenden war auch an dieser etwas Wahres.

1983 führte die spätere American Express Bank die „Premier Services“ ein – ein Portfolio maßgeschneiderter Services exklusiv für die besten Kunden der Bank. Dieser erlesene Kreis erhielt eine schwarze Plastikkarte. Sie diente als Ausweis und erfüllte noch keine Zahlungsfunktion. Auf der Karte war eine Reihe spezieller gebührenfreier Service-Telefonnummern in New York, London, Paris und Singapur aufgelistet, die nur den Inhabern bekannt waren.

Auf dem Höhepunkt der Aktienmärkte und des Dotcom-Booms in den späten 90ern war die Geburtsstunde der weltweit exklusivsten Kreditkarte gekommen. 1999 ging aus den „Premier Services“ und der Platinum Card die neue Centurion Card hervor. Zunächst wurde sie nur in Großbritannien und den USA eingeführt, zum Millennium dann auch in Deutschland. Damals wie heute wird die Centurion Card nur auf Einladung vergeben. Auch die Charakteristik des typischen Centurion-Mitglieds hat sich kaum verändert: Der Centurion-Card-Inhaber ist wohlhabend, erfolgreich, oft auf Reisen und pflegt einen gehobenen Lebensstil. Den Anforderungen dieser exklusiven Zielgruppe wird nur eine Kreditkarte mit außergewöhnlichen Services und Leistungen auf höchstem Niveau gerecht. Die genaue Zahl und Informationen über die Identitäten der handverlesenen Mitglieder des Centurion-Universums sind geheim. Diskretion wird großgeschrieben. Nur wenige Deutsche pro Jahr werden eingeladen, Centurion-Card-Mitglied zu werden. Sie besitzen seit mindestens fünf Jahren eine American- Express-Karte und setzen jährlich einen hohen sechsstelligen Betrag um.

Mit Blick auf das zehnjährige Jubiläum der Centurion Card wurden der Wert der Karte noch weiter erhöht und das Leistungsspektrum deutlich erweitert. Die Karte aus Titan offeriert eine Vielzahl neuer und einzigartiger Leistungen, die es in dieser Form nicht noch einmal gibt. Ein ausgefeiltes und auf jegliche Bedürfnisse abgestimmtes Service-Modell bietet eine unvergleichliche Vielfalt von Dienstleistungen, welche die Mitglieder weltweit jederzeit anfordern können. Dabei spiegelt die neue Centurion Card die aktuellen Bedürfnisse und Wünsche der Centurion-Mitglieder wider. So organisiert allein in Deutschland ein Team von mehr als 200 persönlichen Assistenten rund um die Uhr die alltäglichen und nichtalltäglichen Dinge des Lebens der Centurion-Card-Mitglieder. Weitere Leistungen sind Valet Parking an allen großen deutschen Flughäfen, Upgrades bei Hotels und Mietwagen, Limousinen-Transfer und Meet & Greet Service an vielen internationalen Flughäfen. Zudem erhalten die Mitglieder Zugang zu Events, für die es keine Tickets zu kaufen gibt. Beispielsweise zu einer Führung in einem Museum, während die Meisterwerke von Botticelli gerade ausgepackt werden, die Ausstellungsleiter über die passende Inszenierung diskutieren und die breite Öffentlichkeit noch lange keinen Zugang hat.

Der Erfolg gibt dem Konzept der Centurion Card Recht. Schon seit ihrer Einführung vor zehn Jahren gibt es deutlich mehr Anfragen als Karten zur Verfügung gestellt werden. Diese Zahl hat sich seit Einführung der neuen Centurion Card aus Titan nochmals vervielfacht: Viele Mitglieder wollten die neue Karte schon früher in den Händen halten als vorgesehen, auch die Zahl neuer Anfragen ist nochmals stark gestiegen. Um das außergewöhnlich hohe Serviceniveau weiterhin halten zu können, wird die Centurion Card jedoch auch in Zukunft nur einem kleinen Kreis von Mitgliedern vorbehalten bleiben.

Die Concierges der Centurion-Card-Mitglieder

Vor zehn Jahren nahm ein Team von zehn Mitarbeitern die Herausforderung an, die Anfragen und Wünsche von Centurion-Card-Mitgliedern zu erfüllen – seien sie noch so außergewöhnlich. Mit dem Start des Centurion Lifestyle- und Concierge-Services begann eine neue Service-Ära. Während des ganzen ersten Tages über gab es keine Anfragen von Centurion-Card-Mitgliedern, bis schließlich um 22 Uhr das Telefon klingelte. Ein Mitglied bestellte für eine Party eine Kiste Champagner auf seine Yacht, die vor Monte Carlo vor Anker lag. Dank schon damals hervorragender Kontakte ging innerhalb kürzester Zeit der gewünschte Champagner an Bord. Bis zum Ende des ersten Monats gab es rund 350 weitere Anfragen von Centurion-Card-Mitgliedern. Heute ist aus dem kleinen Team ein globales Expertennetzwerk geworden, das täglich rund um die Uhr kleine und große Träume wahr werden lässt. Den Centurion-Card-Service mit derzeit allein in Deutschland mehr als 200 erfahrenen Mitarbeitern erreichen heute durchschnittlich mehrere tausend Anfragen pro Monat.

Die Bandbreite reicht von einem Yachtcharter für das Geschäftstreffen eines Kunden für den nächsten Tag in St. Tropez, Übernachten im Iglu auf der Zugspitze bis hin zur Organisation einer maßgeschneiderten Weltreise. Letzteres wünschte sich etwa Professor Heinrich Hogefeld*, der als krönenden Abschluss eines langen Berufs- und Reiselebens noch einmal auf große Fahrt rund um den Erdball gehen wollte, um alte Freunde, Kollegen und seine Lieblingsorte auf der ganzen Welt wiederzusehen. Der Concierge-Service organisierte für den Achtzigjährigen Flüge zu vielen der schönsten Destinationen der Welt, etwa nach London, Rajastan, Tokio, Auckland, Tahiti und den Osterinseln. Auch First-Class-Arrangements wie ein Ticket für den Luxuszug Palace on Wheels in Indien oder die Buchung von Überwasserbungalows auf Bora Bora stellte der Concierge-Service ganz nach den Wünschen des Kartenmitglieds zusammen. Das Reise-Paket beinhaltete zusätzlich eine ganz persönliche Komponente. Der Concierge-Service recherchierte trotz weniger Informationen viele Bekanntschaften, die Hogefeld vor Jahrzehnten auf Reisen geschlossen hatte, und vereinbarte Treffen in allen Ländern. Von manchen dieser Bekannten wusste er nur noch die Vornamen. Begleitet wurde Professor Hogefeld fast rund um die Uhr von einem Service-Mitarbeiter, der ihm tagtäglich über zwei Monate hinweg zur Seite stand. Daraus entwickelte sich eine sehr freundschaftliche Beziehung.

Die nächste Reise um die Welt wird bereits geplant. Immer wieder aufs Neue beweist der Centurion-Service großes Geschick, Einfallsreichtum und einen beispiellosen Einsatz, die Wünsche der Kunden zu erfüllen. So auch bei Centurion-Card-Inhaberin Irene Langenburg-Kreutsch*. Für eine Geschäftsreise hatte sie sich den Schluss ihres spannenden Romans aufgehoben. Mit Schrecken stellte sie fest, dass die letzte Seite fehlte. Sofort nach ihrer Landung in New York wandte sie sich an den Centurion-Service und schilderte ihr Problem. Das amerikanische Team ließ nichts unversucht. Nach ihrer Konferenz am Abend wartete bereits eine vollständige deutschsprachige Ausgabe des Buches auf Irene Langenburg-Kreutsch in ihrem Hotelzimmer.

Nach Amerika führte auch der große Traum von Centurion-Card-Mitglied Leo Kretzschmar* und seiner Frau. Sie wollten zur Krönung ihrer USA-Reise Barack Obamas Amtseinführung live aus unmittelbarer Nähe an der Bühne vor dem Capitol miterleben – einem Ort, der nur einem handverlesenen Publikum vorbehalten war. Auch diesen Wunsch konnte der Centurion-Card-Service erfüllen – wie das Team den Traum verwirklicht hat, verrät es nicht. Die guten Kontakte bleiben ein Geschäftsgeheimnis.

*) Alle Namen geändert

Neue Perspektiven des Luxus – „Centurion Luxury Report Ti22“

American Express hat sich mit führenden deutschsprachigen Experten aus Mode, Design, Kulinarik, Kunst, Reise und Trendforschung über die aktuelle Definition von Luxus unterhalten, darunter Adrian Runhof, Matthias Horx und Juan Amador. Luxus ist demnach nicht mehr mit reinen Statussymbolen und oberflächlichen Indikatoren wie Preis und Marke gleichzusetzen. Die Zeit des reinen Konsumierens ist vorbei. Vielmehr steht der neue Luxus für ein Streben nach wahren Werten und dem Mehr an Lebensqualität. Das persönliche Empfinden und Erleben treten in den Vordergrund. Dabei sorgt nicht der Preis für den Genuss, sondern das Wissen um die einzigartige Qualität und das unverwechselbare Erlebnis. Luxus bedeutet natürlich noch immer, sich etwas leisten zu können – allerdings sehr viel weniger oberflächlich und offensichtlich, dafür nachhaltiger und werthaltiger. Gelebter Luxus bedeutet in der heutigen Zeit, nicht nur einen schönen Wagen zu fahren, sondern einen, der dazu die beste Technik bietet, um möglichst umweltfreundlich zu fahren. Rücksicht und nachhaltige Lebensweise gewinnen an Bedeutung. Nicht der materielle Wert einer Sache ist mehr entscheidend, sondern was wir empfinden und was sie aus uns macht. Gerade die Abwesenheit von vermeintlichen Annehmlichkeiten entwickelt einen besonderen Reiz.

 

  Werner Decker, Vorsitzender der Geschäftsleitung von American Express in Deutschland, über Luxus, außergewöhnliche Anfragen und die Reise zum Mond.

Die Centurion Card feiert jetzt in Deutschland ihren zehnten Geburtstag. Was können wir in den nächsten zehn Jahren von der Centurion Card erwarten?

Ich wage die Prognose, dass auch 2020 Luxus weniger eine Frage des Geldes, sondern mehr des individuellen Erlebens sein wird. Denn der Luxus von morgen liegt im Wahren, Schönen und Guten – und das muss nicht zwangsläufig teuer sein. Unser Ziel ist es, den Ansprüchen und Wünschen unserer Mitglieder auch in der Zukunft gerecht zu werden und ihnen mit der Centurion Card ein Produkt zu bieten, das ihrem außergewöhnlichen Lebensstil entspricht. Wir haben uns beispielsweise das Ziel gesetzt, dass wir als Erste einem Centurion-Card-Mitglied die Reise zum Mond ermöglichen möchten. Unser Ansporn ist, das (fast) Unmögliche für unsere Kartenkunden wahr zu machen. Daher ist der Mond genau das richtige Ziel.

Das vollständige Interview lesen Sie in der Aktuellen High-Life Ausgabe.

 

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