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Yachting & Style Heft 29


© Foto: Guillaume Plisson

Ester III
Authentisch und ausgesprochen ungewöhnlich

Die im Jahr 2014 von Lürssen ausgelieferte Ester III ist eine schlanke 66-Meter-Yacht, die ein wahrhaft authentisches, klassisches Interieur und eine außergewöhnliche Deckgestaltung mit einem einzigartigen, klaren und maskulinen Außenprofil kombiniert.

Fotos Klaus Jordan

Das Interieur der Ester III wurde von Reymond Langton Design entworfen. Dazu gehören ein handgeschnitztes Kunstwerk aus Leder, das durch das Haupttreppenhaus verläuft, sowie ein gläserner Aufzug, der vom Unter- zum Topdeck fährt. Ein großer Pool auf dem Achterdeck, ein angemessen großer Hubschrauberlandeplatz über dem Brückendeck und zwei separate, externe Speiseplätze, dazu großzügige Fenster und ein nahezu vertikaler Bug: All das verleiht Ester III diesen einzigartigen Look, der von Espen Øino International nach den Vorgaben des Eigners gestaltet wurde. Lürssen erläutert: „Mit zwei weltweit führenden Design-Studios, die beide mit einzigartigen Zutaten zum erfolgreichen Rezept beigetragen haben, sowie einer Reihe von Kunsthandwerkern, die vom Eigner beauftragt wurden, konnten wir ein wirklich einzigartiges Schiff gestalten und wunderschöne Lebensräume kreieren. Zusammen mit der Technik und Kompetenz von Lürssen ist eine Superyacht entstanden, die für Jahrzehnte für viel Freude und Spaß an Bord sorgen wird.“

 

Reymond Langton Design erklärt, dass man sich darauf konzentriert hat, praktische Wohnräume mit dem Charakter eines vertrauten Familienheims zu verbinden: „Der Eigner wünschte ein französisches klassisches Interieur. Dabei war es wichtig, das richtige Verständnis für die Inspiration und die Qualität der verwendeten Details und Referenzen zu entwickeln, um eine authentische zeitgenössische Interpretation des Stils gewährleisten zu können.“ Um dies zu erreichen, arbeitete Reymond Langton Design mit hochqualifizierten Kunsthandwerkern zusammen. Gemeinsam wurde ein im Detail sehr aufwändiges Interieur geschaffen mit einer warmen und einladenden Atmosphäre. Pascale Reymond beschreibt den Charakter der Ester III: „Im Herzen der Yacht befindet sich das Haupttreppenhaus, ein prachtvolles Statement, das sich durch ein atemberaubendes handgeschnitztes Kunstwerk aus Leder auszeichnet, das von Meisterhand des Spezialmöbelherstellers Silverlining geschaffen wurde. Holzfurniere, Leder und Metall sowie ein wenig glänzender Putz vereinen sich mit Farbschattierungen und Oberflächenstrukturen in den Einlegearbeiten. Sie führen von den Gästeunterkünften auf dem Unterdeck im Bogen hinauf zur Eingangshalle auf dem Brückendeck, wo Fenster in voller Höhe durch ein Oberlicht natürliches Licht auf das darunterliegende Hauptdeck scheinen lassen. Diese spektakuläre Besonderheit definiert den Charakter des Schiffes: fein gearbeitete Eleganz und Detailreichtum ohne Kompromisse.“

 


Die fünf Gästekabinen sind allesamt auf dem Unterdeck gelegen und mit eigenem Bad und großen Fenstern ausgestattet, die viel natürliches Licht bieten. Jede Kabine ist individuell nach einem bestimmten Thema konfektioniert, abgeleitet von maßgeschneiderten Stoffkunstwerken, die von der vorderen Bordwand aufsteigen und sich oben um die Decke winden, eingerahmt von einem kunstvoll geschnitzten Avodiré-Sims mit Rundfenstermotiv. Dieses einzigartige Merkmal ist überall auf der Yacht zu finden, genauso wie die geprägten und vergoldeten Lederpaneele und Bronzeakzente.

Der Salon auf dem Hauptdeck gliedert sich in drei individuelle definiert. Bereiche: Der achteraus gelegene Lounge-Bereich kann sich über große Schiebetüren – die vollständig im Aufbau verschwinden – auf das Außendeck ausdehnen, sodass eine offene, entspannte Atmosphäre entsteht. Etwas weiter vorn befindet sich eine intimere Sitzgruppe, auf der man es sich neben einem kunstvoll verzierten, mit Ethanol betriebenen Kamin gemütlich machen kann. Auf der gegenüberliegenden Seite verbirgt sich ein großer Fernseher hinter einer Wand mit Lederelementen. Es folgt der Speisebereich, umgeben von Textilkunstwerken, die in Amboinawurzelholz gerahmt sind. Die Kunstwerke setzen sich an der Decke fort und schaffen eine leichte, romantische Atmosphäre.

 

Weiter vorn auf dem Hauptdeck liegt die Suite des Eigners, die über eine Raumhöhe von 2,40 Meter verfügt. Man erreicht sie über ein privates Arbeitszimmer, dem ein Zwischengang folgt, der von den Ankleidezimmern der Eigner flankiert wird. Die Eignerkabine erstreckt sich über die gesamte Schiffsbreite und bietet eine private Rückzugsmöglichkeit, die mit reichen Details aus Avodiré-Holz, Blattgold und Bronze, dicken Seidenteppichen und kunstvoll detaillierten klassischen Möbeln ausgestattet wurde und Reymond zufolge „der ultimative Ausdruck des üppigen Stils ist, der die Yacht definiert“.

Onyx ist allgegenwärtig: Das Badezimmer des Eigners ist mit elfenbeinfarbenem Onyx ausgestattet, das seiner Frau mit weißem, dazu vanillefarbenem Onyx im Eingangsbereich und honigfarbenem Onyx im Gästebereich. Die Badezimmer für ihn und sie erstrecken sich über die gesamte Schiffsbreite und sind jeweils außen an Back- und Steuerbord mit Duschen und großen Fenstern ausgestattet. Sie bieten eine spektakuläre Aussicht.

Pascale Reymond erläutert, wie „eine abgesetzte Wand die Türen zu Bädern und Fernsehbildschirmen sowie einige Lagerflächen versteckt“, und fügt hinzu, dass „man sich wie in einem Pariser Appartement fühlt, jedoch ist nichts schwer, und das Holz ist mit einer gewissen Patina versehen, um nicht allzu neu zu wirken. Französische Klassik mit einer unerwarteten Wendung!“

 

Die Sky Lounge auf dem Brückendeck ist eine helle, offene Fläche, die das Thema des Hauptdecks fortführt und mit großflächigen Fenstern und breiten Schiebetüren eine Verbindung zum Außenbereich auf dem Achterdeck herstellt. Hier stehen bequeme Sofas vor dem großen Fernseher, der sich, wenn er nicht in Gebrauch ist, hinter einer Intarsientäfelung versteckt, die Fische darstellt. Die voll integrierte Brücke mit der Kapitänskabine, die unmittelbar  achtern anschließt, bietet zu beiden Seiten des Kapitäns zwei erhöhte Sitze, damit auch Gäste während der Fahrt das Vergnügen teilen können, im Kontrollzentrum zu sitzen.

 Das Spa auf dem Unterdeck gibt mit seinem assyrischen Einfluss einen anderen Ton als die Haupträume an. Der Massageraum dient auch als Friseursalon und die Sauna grenzt an das Dampfbad. Eine Toilette und ein Umkleideraum vervollständigen das Spa. Kunstvolle Mosaikeinlagen und ein effektvolles, großes, in Stein gehauenes Wandrelief vereinigen sich im Fitnessstudio und schaffen eine entspannte, ruhige und gleichzeitig belebende Atmosphäre mit direktem Zugang zum Meer für einen erfrischenden Sprung ins Wasser.

Espen Øino erhielt vom Eigner keine inhaltlichen Vorschriften: „Mach es einfach so, als wäre die Yacht für dich, Espen ...“ Das Ergebnis ist ein kantiges Profil mit großen, über die gesamte Raumhöhe reichenden Fenstern und markanten Effekten in den  Farben Grau und Weiß, die für die Elemente der geschickt geformten Aufbauten verwendet wurden.  Øino, der mit dem Eigner befreundet ist, beschreibt das Aussehen: „Ein einzigartiger, ausgeprägter und starker Charakter, der in vielerlei Hinsicht den Charakter des Eigners sowie auch in vielerlei Hinsicht die starke Tradition der Lürssen-Yachten widerspiegelt.“

 

Zu den Besonderheiten gehören der (für eine Yacht dieser Größe) relativ große Infinity-Pool mit Gegenstrom und einem Wasserfall, der hinunter zur Badeplattform führt, wo das Wasser in ein Teakholzgitter läuft, und ein Hubschrauberlandeplatz oben auf der Brücke, „damit die Eignerfamilie mit dem Helikopter von und zu der Yacht gelangen kann, ohne das Leben auf dem Achterdeck zu sehr zu stören“. Auch die Garage für den Tender liegt vorn auf dem Hauptdeck, „damit bei Start oder Landung keine Probleme entstehen, was häufig bei Yachten dieser Größe der Fall ist, wenn sie sich auf dem Unterdeck befindet“. Das hat den zusätzlichen Vorteil, dass die Unterkunft des Eigners eher mittschiffs gelegen ist und somit mehr Komfort bietet. Auch achtern wurde mehr Raum für die Wassersportgeräte und das Spa frei, sodass diese nah am Wasser liegen und über einen direkten Zugang zur Heckplattform verfügen.

„Die Gestaltung zeigt, dass die Familie die Yacht und insbesondere die externen Deckflächen häufig nutzt, wo nahezu kontinuierlich Mahlzeiten, Entertainment und Besprechungen Hand in Hand  gehen“, erklärt Øino und fügt hinzu, dass die Decks so gestaltet wurden, dass man sie bei jedem Wetter nutzen kann und in unterschiedlichem Maße vor Sonne, Wind, Regen, Hitze und Kälte geschützt ist. Man kann in zwei verschiedenen Außenbereichen speisen und hat somit ein Gegenstück zur eher förmlichen Kulisse des Speiseraums auf dem Hauptdeck. Auf dem Brückendeck können die Glasflächen an den Seiten und das Treppenhaus zum Oberdeck mit einer Schiebewand geschlossen werden, wodurch ein geschützter Wintergarten entsteht.

 

„Essen und Gastfreundschaft sind für die Familie besonders wichtig. Die Außenküche auf dem Topdeck beinhaltet einen Grill- und Teppanyaki-Bereich und dient gleichzeitig als Bar und ist mit einer stilvollen Spiegelkuppel versehen. Zum Entertainment an Deck gehören ein externes Kino und eine komplette Diskothek sowie eine Einrichtung zum Golfspielen ...“, fährt Øino fort. Küche und Pantry sind auf dem Hauptdeck untergebracht, mit einer schönen Aussicht nach Backbord. Mit einer eigenen großzügigen Crewmesse und geräumigen Crewkabinen, die auf demselben Unterdeck wie die der Gäste liegen, ist für die Crew gut gesorgt. Darunter befindet sich ein riesiger Raum für Wäsche und Vorräte, weiter achtern liegen die technischen Bereiche unmittelbar vor dem zweistöckigen Maschinenraum.

Die Wassersportgeräte sind hinter dem Maschinenraum untergebracht, linksseitig des Spas. Ein maßgeschneiderter offener Tender, der von Espen Øino International entworfen und von Windy Boats gebaut wurde, schützt die Gäste mit seinem Schiebedach bei Bedarf vor schlechtem Wetter. Das Interieur besticht durch Polster und Armaturen von Hermès.

 

Lürssen konnte Lärm und Vibrationen äußerst gering halten und übertraf damit die Erwartungen des Eigners. Um bei kurzen Aufenthalten „vor Anker“ zu vermeiden, dass die Kette ausgelöst wird, und um somit den Meeresboden zu schützen, fasst ein elektronisches Ankersystem das Bugstrahlruder, die achtern gelegene Pumpendüse sowie den Hauptantrieb zu einem System zusammen. Komfort, technische Leistungsfähigkeit und Seetüchtigkeit sind bei Lürssen selbstverständlich – Ester III bietet alles.

Kontakt: Lürssen Yachts, Telefon: 00 49 - 4 21 - 6 60 41 66
E-Mail: yachts@lurssen.com, Internet: www.lurssen.com

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