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Yachting & Style Heft 29

V I C A
Premiere für Benetti

Erstmals kombiniert die italienische Traditions-Werft einen Rumpf aus Fiberglas mit Aluminiumaufbauten. Der Eigner nutzte die Gestaltungsfreiheit auf 50 Meter Länge für eine Yacht, die für das Mittelmeer prädestiniert scheint.

Text Christian Sauer | Fotos Benetti / Thierry Ameller

Benetti brauchen wir Ihnen als an Yachten interessiertem Leser wohl nicht vorstellen, schließlich gilt die 1873 gegründete und heute zum Azimut-Konzern gehörende Werft mit Sitz in Viareggio als einer der Big Player der Branche. Während die kleineren Neubauten ab knapp unter 30 Meter in Kunststoff entstehen, vertrauten die Italiener bislang ab 45 Meter aufwärts auf Aluminium oder Stahl. Doch nun können die jeweiligen Vorteile auch miteinander kombiniert werden. Rümpfe aus glasfaserverstärktem Kunststoff – kurz GFK oder auch Fiberglas genannt – sind bekanntlich sehr leicht. Aufbauten aus Aluminium bieten schier unendliche Möglichkeiten für das Design und das Layout. Die nutzte der Eigner von VICA, der mit seiner Yacht lieber vor Anker statt im Hafen liegt, voll aus.

  
VICA BIETET ZAHLREICHE MÖGLICHKEITEN ZUM DINIEREN -
OUTDOOR SOWIE INDOOR
AUF DEM OBERDECK AM OVALEN ESSTISCH FÜR ZWÖLF GÄSTE.

Privatsphäre auf dem Vorderdeck
Das Exterieur des Vierdeckers wirkt dynamisch und deckenhohe Fensterflächen lassen viel natürliches Licht ins Innere, dem wir uns später widmen. Betrachten wir zunächst die riesigen Außendecks, wo sich das Bordleben im Mittelmeer überwiegend abspielt. Dabei fällt auf, dass sich die werfteigenen Designer auf Wunsch des Eigners nach vorn in Richtung Bug orientierten. Vor dem Ruderhaus findet sich neben Sitz- und Liegemöglichkeiten ein großer Jacuzzi. Ein zweiter Whirlpool mit kleineren Abmaßen wurde auf dem eigentlichen Sonnendeck installiert. Umgeben ist er von einer ebenfalls großzügigen Chill-Out-Area. Dazu gehören auch die Bar und der Esstisch unter dem Geräteträger sowie der Helikopterlandeplatz, den der Eigner ursprünglich gar nicht ordern wollte. Inzwischen erweist er sich aber doch für Transportaufgaben als praktisch. Bei Dunkelheit illuminiert, verwandelt sich das Helipad zur Tanzfläche und bietet ebenso wie das gesamte Sonnendeck, das Vordeck sowie die hinteren Außendecks zahlreiche Möglichkeiten zum gemeinsamen Essen, Feiern oder auch zum privaten Zurückziehen.

 

Outdoor-Feeling sogar in der Eigner-Kabine
Falls der Wind auffrischt, laden der obere Salon mit ovalem Esstisch für die zwölf Gäste an Bord oder der Salon auf dem Hauptdeck ein. Letztgenannter ist in verschiedene Bereiche unterteilt und wirkt weniger formell als auf anderen Superyachten. Dazu tragen sicherlich auch die bequemen Sitzarrangements, die Eck-Bar im amerikanischen Stil, das Piano sowie der extra große Plasma- TV samt Karaoke bei. Das Interieur-Konzept für VICA entwickelte das hauseigene Team von Benetti zusammen mit der Architektin Mariarosa Remedi und dem persönlichen Designer des Eigners. Der Stil fällt mit Kirschholz klassisch und warm aus, die stimmungsvolle LED-Beleuchtung lässt sich per iPad steuern. Weiter vorn schließen sich auf dem Hauptdeck an das zentrale Foyer und Treppenhaus mit Oberlicht die Küche an Backbord und das Eigner-Apartment steuerbords an. Traditionell wird es durch das Büro betreten und der begehbare Kleiderschrank trennt die beiden luxuriösen Bäder mit Badewanne oder Dusche voneinander ab. Über einen Balkon verfügen inzwischen zahlreiche Yachten, doch zudem eine elektrische Gangway für den direkten Weg vom Bett ins Meer haben bislang nur wenige aufzuweisen, aber das wird sich wohl bald ändern.

  

Treppenhaus mit Meerblick
Damit nicht genug, gibt es sogar auf dem Unterdeck knapp über der Wasserlinie eine ausklappbare Terrasse, die das ansonsten geschlossene Treppenhaus mit frischer Luft und Tageslicht versorgt. Außerdem dient sie als zusätzliche Badeplattform. Davon profitieren direkt die vier Gästekabinen; eine weitere befindet sich auf dem Oberdeck hinter der Kabine des Kapitäns und der Brücke. Die anderen Mitglieder der zwölfköpfigen Crew schlafen wie üblich vorn im Bug. Im Maschinenraum arbeiten zwei CAT C32 Acert mit jeweils 1319 PS. Als Höchstgeschwindigkeit werden 15,5 Knoten und bei zwölf Knoten eine Reichweite von 4000 Meilen genannt. Vibrationen sind laut Benetti dank einer elastischen Verbindung zwischen den Hauptmotoren und Antriebswellen nahezu nicht wahrnehmbar, was zusammen mit dem 9,26 Meter breiten und 2,70 Meter tiefen Rumpf eine sehr komfortable Fahrt ermöglicht. Sowohl unterwegs als auch vor Anker kommen Naiad-Stabilisatoren zum Einsatz und die beiden quer im Heck installierten Tender werden wohl genauso ausgiebig genutzt wie die klappbare Badeplattform – VICA ist eben eine Yacht, wie geschaffen für das Mittelmeer.

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