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Country Style Heft 74 | Winter 2015


© Foto: Lalique

Es ist besser, nach dem Schönen zu streben,
als Luxus zur Schau zu stellen
René Lalique

Die international renommierte Kristallmanufaktur Lalique steht für anspruchsvollste Handwerkskunst, Spitzenqualität sowie Kreativität und hat sich damit auf globaler Ebene erfolgreich als Lifestyle-Luxusmarke etabliert. Ihre Unternehmensgeschichte beginnt bereits im Jahr 1885. Da gründete René Lalique (1860–1945) – ein Genie, das die Schmuckwelt mit seinen Kreationen im Stil des Art nouveau revolutionieren sollte – seine einzigartige Manufaktur, die heute aus den fünf Geschäftsfeldern Dekorationsobjekte, Innendesign, Schmuck, Kunst und Parfüm besteht.

LALIQUE IST EIN NAME, DER ZUM TRÄUMEN VERFÜHRT, ist Symbol für Transparenz, Kristallglanz, reich verzierten Schmuck, Tafelkollektionen von überwältigender Eleganz, kostbare Flakons. All dies beginnt mit einem Mann, einem Visionär: René Jules Lalique. Er wird 1860 in Ay, einem kleinen Dorf im französischen Departement Marne, geboren. Schon sehr früh interessiert er sich für Design und Kunst, und es erstaunt deshalb nicht, dass der junge Mann an der „École des Arts Décoratifs“ in Paris studiert, mit den Schwerpunkten Zeichnen und Goldschmiedekunst.

 

Der Berufseinstieg gelingt ihm sofort, denn er ist brillant und vermag bedeutende Schmuckhersteller zu überzeugen – so Boucheron, Vever und auch Cartier. 1878 begibt er sich nach London, wo er zwei Jahre lang Kurse am „Sydenham Art College“ belegt. Zurück in Paris, macht sich René Lalique als Schmuckdesigner selbständig und bedient mehrere Firmen, um nur vier Jahre später seine eigene zu gründen.

 

1888 stellt er seine ersten Stücke in ziseliertem Gold her; die Inspiration dazu holt er sich in der Kunst der Antike und im Japonismus. René Lalique ist seiner Zeit voraus: Er arbeitet mit ungewöhnlichen Stoffen und setzt sich über die Regeln der Juwelierkunst hinweg. So verbindet er Gold und Edelsteine mit einfachen Schmucksteinen, mit Email, Glas, Leder, Horn oder Perlmutt. Sein Grundsatz lautet: „Es ist besser, nach dem Schönen zu streben, als Luxus zur Schau zu stellen.“

Meister der Schmuckkunst im Jugendstil
und Meister der Glaskunst im Art-déco-Stil
 René Lalique schöpft seine Inspiration aus der Natur; die Silhouette der Frau verwendet er als Zierelement. 1890 gilt er als einer der bedeutendsten Schmuckdesigner des französischen Jugendstils und gehört zur Avantgarde: Seine Werke sind originell und erfinderisch, absolut ausgereift in ihrer technischen Umsetzung und finden großes Gefallen bei einer intellektuellen Elite, die sich wenig um Konventionen kümmert. Der erklärte Wille René Laliques, „etwas zu schaffen, was man noch nie gesehen hat“, bringt ihm 1897 die Ehre ein, von Emile Gallé als Erfinder des modernen Schmuckstücks bezeichnet zu werden.

Mit der Weltausstellung von 1900 erreicht René Lalique den Höhepunkt seiner Laufbahn als Schmuckhersteller. Er beschließt, sich fortan mit dem Werkstoff Glas zu beschäftigen, und in seinem Haus in Clairefontaine bei Rambouillet entstehen nun Flakons, Pendülen, Boxen, Vasen und Skulpturen aus Glas. Ab 1905 verkauft er Schmuckstücke und Dekorationsgegenstände aus Glas in einem neuen Geschäft an der Place Vendôme in Paris. Beeindruckt vom Schaffen René Laliques, schlägt der Parfümeur François Coty ihm 1907 vor, sein Talent auch in der Parfümbranche einzusetzen. Die technologische und kommerzielle Revolution, die noch heute die Gestaltung von Parfümflakons und die Art und Weise beeinflusst, wie Parfüm in Kristall und Glas präsentiert wird, geht allein auf   René Lalique zurück.

Ab 1920 wird er nicht zuletzt deshalb zum hochangesehenen Meister der Glaskunst im Art-déco-Stil. 1921 entsteht seine Glasfabrik im elsässischen Wingen-sur-Moder, wo er ein Jahr zuvor bereits eine private Villa erbauen ließ, die er künftig bewohnt, wenn er im Elsass weilt. René Laliques Genie liegt in seiner Vielseitigkeit. Von ihm stammen Kühlerfiguren für Luxusautomobile, er beteiligt sich an der Innenausstattung des Kultzugs „Orient-Express“ (1929) und des ebenso legendären Überseedampfers „Normandie“ (1935). Ebenfalls 1935 eröffnet René Lalique seine Boutique an der Rue Royale in Paris.

Als er 1945 stirbt, übernimmt Sohn Marc Lalique (1900–1977) die Führung des Familienunternehmens in Wingen-sur-Moder und läutet ein neues Zeitalter ein. Der Werkstoff ist fortan nicht mehr Glas, sondern Kristall. Das Wechselspiel von Transparenz und Satinoberflächen erlangt Weltruhm, so dass der Name Lalique oftmals als Bezeichnung dafür verwendet wird.

Die Kristallmanufaktur Lalique gewinnt schnell einen angesehenen Platz unter den Kristallproduzenten Frankreichs sowie der ganzen Welt. In den Fünfzigern kreiert Marc zahlreiche Werke, die den Stil von Lalique fortführen, aber gleichzeitig den Geist ihrer Epoche widerspiegeln – einer Epoche, die heute mit großer Begeisterung wiederentdeckt wird. Viele seiner Schöpfungen können in Museen bewundert werden und genießen bei privaten Sammlern Kultstatus.

 

Zeitloser Luxus auf höchstem Niveau
Nach Marcs Tod im Jahr 1977 übernimmt seine Tochter Marie-Claude Lalique (1935–2003) bis 1996 in dritter Generation die künstlerische Leitung des Unternehmens. Während ihrer Zeit als Kreativdirektorin des Hauses entsteht unter ihrer Leitung eine Serie in bunten Farben. Mit Geschick verwaltet sie das künstlerische Erbe ihres Großvaters, und sie führt Lalique unter anderem zurück zu den Parfüms: 1992 wird „Lalique Parfums“ lanciert. Im Anschluss an eine Safari in Afrika thematisiert sie Wildtiere in ihren Kreationen – so entstehen im Jahr 1989 der Löwe Bamara und der Panther Zeila.

Im Februar 2008 übernimmt das Schweizer Unternehmen Art & Fragrance die Lalique S.A. und Silvio Denz, Verwaltungsratspräsident der Art-&-Fragrance-Gruppe, wird Präsident von Lalique. Roger von der Weid, CEO der Art-&-Fragrance-Gruppe, amtiert seither als CEO von Lalique. Das neue Führungsduo hat es sich zum Ziel gesetzt, die Traditionsmarke Lalique neu zu beleben und die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen, indem man auf die glanzvolle Vergangenheit des Unternehmens aufbaut. Ganz im Sinne seines genialen Schöpfers René Lalique.

Die fünf Geschäftsbereiche Dekorationsobjekte, Innendesign, Schmuck, Kunst und Parfüm tragen dazu bei, die Bekanntheit des Hauses als Lifestyle-Marke zu festigen. Exklusive Partnerschaften mit Luxusmarken wie The Macallan, Bentley Motors, Steinway & Sons, Parmigiani – Fleurier Uhren, Bugatti, Montblanc, Caran d’Ache sowie Kooperationen mit renommierten Künstlern, wie Zaha Hadid, Jean Michel Jarre und der Fondation Yves Klein, haben dem Unternehmen weltweit die Aufmerksamkeit von Kunstenthusiasten, Sammlern und Architekten eingebracht.

 

Hymne an die französische Lebensart – Villa René Lalique
Die Kreationen von René Lalique sind Teil des internationalen Kunsterbes. Seine Werke sind weltweit in über 40 Museen ausgestellt, unter anderem im Museum für dekorative Künste in Paris, im Calouste-Gulbenkian-Museum in Lissabon, im Victoria and Albert Museum in London und im Lalique-Museum in Hakone (Japan). 2011 wurde zudem im elsässischen Wingen-sur-Moder, dem Sitz der traditionsreichen Lalique-Glasmanufaktur, ein nationales Lalique-Museum eröffnet.

Das Museum stellt im Rahmen einer entschieden modernen Museographie nicht nur mehr als 650 außergewöhnliche Stücke aus – seien es Schmuckstücke, Zeichnungen, Parfümflakons, Gegenstände aus der Tafelkultur, Kronleuchter, Kühlerverschlüsse oder Vasen –, sondern bietet ebenfalls die Möglichkeit, über großformatige Fotos und audiovisuelle Träger in die entsprechende Atmosphäre einzutauchen. Der Besucher betritt somit zum Beispiel die Weltausstellung im Jahr 1900, um dort René Laliques Stand zu bewundern, oder erkundet die Ausstellung „Exposition des Arts décoratifs et industriels modernes“ im Jahr 1925.

 Nur fünf Minuten vom „Musée Lalique“ und von der „Manufacture Lalique“ entfernt, befindet sich die geschichtsträchtige Villa René Lalique, die vom Künstler und seiner Familie bewohnt wurde, wenn sie im Elsass weilten. Dank Silvio Denz, dem Präsidenten von Lalique, erwachte sie vor einiger Zeit zu neuem Leben und erfreut die Sinne von Connaisseurs aus nah und fern seitdem in Form eines luxuriösen Hotels und eines gehobenen Restaurants für Feinschmecker.

Fortan symbolisiert die Villa René Lalique das Know-how und die Expertise des Hauses Lalique mit sechs exklusiven Suiten, deren Gestaltung den Innenarchitekten Lady Tina Green und Pietro Mingarelli anvertraut wurde. Jede Suite ist anders und jede trägt als Erinnerung an ein Jahrzehnt im Leben des berühmten Glaskünstlers den Namen eines seiner Werke: „Hirondelles“, „Masque de Femme“ oder „Dahlia“. Einzige Ausnahme bildet die Suite „Zeila“, deren Name auf Marie-Claude Lalique und ihren berühmten Panther zurückgeht.

Der Drei-Sterne-Koch Jean-Georges Klein wacht über das Restaurant, das vom Schweizer Stararchitekten Mario Botta kreiert wurde. Für dieses der Haute Gastronomie gewidmete Haus hat Jean-Georges Klein ein fünfzehnköpfiges Küchenteam um sich geschart. Zur Seite steht ihm Romain Iltis, bekannter Sommelier aus dem Elsass mit den Auszeichnungen „Meilleur Ouvrier de France“ 2015 und „Meilleur Sommelier de France“ 2012, dessen Reich aus einem wahrlich außerordentlichen Weinkeller, einem der schönsten Europas, mit an die 20.000 Flaschen besteht. Eine einzigartige Hymne an die französische Lebensart und das Werk eines genialen Künstlers.

www.lalique.com

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