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High Life Heft 40


© FOTO Rolls-Royce

Rolls-Royce Dawn
LUXUS UNTER FREIEM HIMMEL

Kompromiss ist ein Wort, das es im Vokabular von Rolls-Royce nicht gibt. Tatsächlich folgt das Unternehmen bis heute dem Credo des Mitbegründers Sir Henry Royce: „Strebe bei allem, was du tust, nach Perfektion. Nimm das Beste, das es gibt, und mache es noch besser. Und wenn es nicht existiert, dann erfinde es. Akzeptiere nichts als annähernd richtig oder gerade gut.“

TEXT Thomas Klocke | FOTOS Rolls-Royce

Der erste Teil der Maxime, das Streben nach Perfektion, ist das oberste Credo des Unternehmens bei der Entwicklung jedes neuen Automobils. Der zweite Teil des Prinzips, das noch Bessermachen des Besten, spiegelt sich zum Beispiel im Erfolg von Phantom Series II und Ghost Series II wider, die 2012 beziehungsweise 2014 sorgfältig überarbeitet wurden. Und als man bei Rolls-Royce entschied, dass die Zeit für einen Gran Turismo für den wahren Gentleman gekommen sei, folgte das Unternehmen dem dritten Teil der Maxime: Was es nicht gibt, wird erfunden, und der Wraith war geboren.

Jetzt führte der letzte Teil der Maxime die Rolls-Royce-Entwickler zu einem Fahrzeug, mit dem eine neue Ära für offene Super-Luxusautomobile anbricht. In einem Segment, das mit dem Konzept der 2+2-Sitzer von einem der größten Kompromisse des Automobilbaus überhaupt geprägt ist, entschied man sich bei Rolls-Royce dafür, nichts als nur annähernd richtig oder gerade gut zu akzeptieren. So entstand der weltweit einzige moderne Viersitzer zum Offenfahren: der neue Rolls-Royce Dawn.

 

Vor der Morgendämmerung ist es immer am dunkelsten
In schwierigen Zeiten schwingt in dem Satz des englischen Predigers Thomas Fuller „Vor der Morgendämmerung ist es immer am dunkelsten“ ein Hoffnungsschimmer mit. Die Dunkelheit des frühen Morgens, die Phantome und Geister malt, wird von den ersten Sonnenstrahlen verdrängt und die endlosen Möglichkeiten eines neuen Tags stehen offen.

Ein ähnliches Gefühl herrschte auch 1952, als sich die Welt von einem langen Krieg zu erholen begann. Man blickte nach vorne: Die De Havilland Comet, das weltweit erste Passagier-Düsenflugzeug, nahm ihren kommerziellen Dienst auf, die Urknalltheorie zur Entstehung des Universums wurde vorgestellt und Queen Elisabeth II. bestieg in Großbritannien den Thron.

Im selben Jahr entstand auch der erste Rolls-Royce Silver Dawn Drophead, der heute den Rolls-Royce-Entwicklern als Inspiration für den neuen Dawn diente. Der berühmte Karosseriespezialbetrieb Park Ward lieferte das offene Fahrzeug an den ersten Kunden aus, W.A. Philipps in Kanada.

 

Eine markant-verführerische Begegnung
„Der Dawn ist ein Rolls-Royce, der sich auf der Route Napoleon absolut zu Hause fühlt. Er ist eine moderne Hommage an die Côte d’Azur – ein Kavalier, der Menschen anzieht, die sowohl Freiheit als auch Raffinesse genießen wollen“, erläutert Designdirektor Gilles Taylor. „Rolls-Royce Motor Cars steht für Design ohne Kompromisse. Diese kompromisslose Herangehensweise bringt mit jedem neuen Automobil neue Herausforderungen“, ergänzt Taylor. Der neue Rolls-Royce Dawn schmeichelt dem Auge des Betrachters durch sein markantes, aber dennoch elegantes Außendesign mit klassischer Rolls-Royce-Anmutung und Präsenz. Er ist das lebhafteste Rolls-Royce-Modell mit charmant-verführerischen Qualitäten und bringt ein neues Maß an Raffinesse in das Segment der offenen Fahrzeuge – ein berauschendes Gefühl grenzenloser Freiheit. Zudem bietet er einen neuen Grad der Leichtigkeit und der Entspannung in Verbindung mit überlegener Dynamik – und das alles ohne Einschränkungen bei Komfort und Platzangebot. Der neue Rolls-Royce steht damit für aktive und gemeinschaftliche Unternehmungen und wird eine breitere, jüngere Käufergruppe auf der ganzen Welt ansprechen.

Entgegen Spekulationen in den Medien ist der Rolls-Royce Dawn nicht einfach ein Wraith Drophead. 80 Prozent aller Exterieur-Teile des Dawn sind neu entwickelt. Sie stellen eine Weiterentwicklung der Designsprache von Rolls-Royce dar und sorgen für eine hochmoderne, viersitzige und offene Fahrzeugarchitektur. Ziel dabei war, das zu tun, was zuvor kein anderer Automobilhersteller erreicht hat: ein Automobil zu erschaffen, das mit offenem Verdeck genauso attraktiv und schön ist wie mit geschlossenem. Den Rolls-Royce-Entwicklern gelang es indes, im neuen Rolls-Royce Dawn zwei Fahrzeuge in einem zu vereinen.

 

Nachdem der Blick über die sehr feminine „Hüfte“ des Dawn bis zum Heck gewandert ist, wird dort die bei Rolls-Royce typische Boot-Rückansicht deutlich, die eine Reminiszenz an viele bedeutende Rolls-Royce-Automobile aus dem 20. Jahrhundert ist. Das leise Öffnen des Verdecks verwandelt den Rolls-Royce Dawn gleichsam eines Tagesanbruchs. Gerade in der symbolischen Farbkombination des mitternachtsblauen Exterieurs und der Lederausstattung in warmem „Mandarin“ wirkt der Vorgang, als werde die Nacht zum Tag gemacht – und die Welt steht dem Dawn-Fahrer mit allen ihren Möglichkeiten offen.

Bei geöffnetem Verdeck wird die Sinnlichkeit des Rolls-Royce Dawn noch deutlicher. Die steile Windschutzscheibe, die kraftvolle Sicke, die sich über die hintere Flanke zieht, und die hohe, nach hinten ansteigende Seitenlinie wecken den Eindruck müheloser   Schnelligkeit. Dieselbe ansteigende Gürtellinie ist es auch, die sich wie der hochgeschlagene Kragen einer Jacke um den hinteren Passagierbereich windet und den Nacken schützt.

Die Gürtellinie aus Edelstahl zieht sich um den gesamten Innenraum und schließt die Verdeckkasten-Abdeckung mit ein. Außerdem integriert sie auch die hoch gesetzte Bremsleuchte. Das schöne Metallband harmoniert perfekt mit den Türgriffen, die ebenfalls aus Edelstahl bestehen, den polierten Rädern, den sichtbaren Abgasendrohren und dem Dekorelement des hinteren Stoßfängers und sorgt so für eine vollkommene Anmutung.

Das „Deck“ – die Abdeckung des Verdeckkastens – ist ein bemerkenswertes Stück moderner Handwerkskunst. Er ist mit offenporigem Canadel belegt, wobei die Paneele hufeisenförmig der Kontur des hinteren Passagierbereichs folgen. Dies dokumentiert das große Können, das die Handwerksspezialisten in Goodwood, der Heimat von Rolls-Royce, im Umgang mit Holz besitzen. Das Holz des „Decks“ können Kunden nach ihrem individuellen Geschmack wählen. Es setzt sich in Innenraum unter anderem als „Wasserfall“ zwischen den beiden hinteren Sitzen und als Türverkleidungen fort.

 

Interieur-Design
Einmal mehr besitzt auch der neue Dawn die berühmten Rolls-Royce-Coach-Türen, die dem Fahrzeug einen besonders eindrucksvollen Auftritt verleihen. Die Türen setzen die langen vorderen Kotflügel fort und spannen so eine Linie, die Fahrzeuglänge und Platzangebot auch optisch betonen. Auch wenn das Profil an einen Sportwagen erinnert, so sorgen die Türen für einen besonders komfortablen Ein- und Ausstieg der Fondpassagiere. Es geht dabei nicht um ein „Herauskommen“ aus dem Fahrzeug, sondern um ein stilvolles Aussteigen wie aus einem exklusiven Riva-Boot an einem privaten Anleger in Monaco oder am Comer See.

Der Rolls-Royce Dawn bietet vier Einzelsitze und erfüllt das Versprechen, ein vollwertiger Viersitzer ohne Kompromisse bei Komfort oder Platzangebot zu sein. Die Sitze wurden so gestaltet, dass sie gleichermaßen ergonomisch wie elegant sind. Passend dazu zieht sich eine durchgängige Mittelkonsole durch den Innenraum. Der obere Lehnenbereich beherbergt den Sicherheitsgurt und ist ebenso mit Leder und Holz umschlungen, so dass kein Bruch der fließenden Linien entsteht. Die Hölzer der Mittelkonsole weisen ein Winkelmuster auf, das in Verbindung mit den bild- und spiegelbildlich angeordneten weiteren Holzelementen den Eindruck rascher Beschleunigung vermittelt. 

Das „Silent Ballet“
Ohne Frage ist das technische Highlight des neuen Rolls-Royce sein Verdeck. Um ein wahrer Rolls-Royce zu sein, musste auch der Dawn das stille Fahrerlebnis bieten, für das Rolls-Royce so berühmt ist. Gleichzeitig war aus Gründen der Ästhetik, der Romantik und der Markenansprüche ein Textilverdeck die einzige Wahl für Rolls-Royce. Die Gestaltung des Dachs musste anmutig und sinnlich sein, obwohl es sich um eines der größten Textilverdecke für Cabriolets handelt.

 

Auch das Öffnen und Schließen der Dachmechanik sollte grazil und unauffällig sein. Die Ingenieure gingen so weit, einen Begriff für das, was sie schaffen wollten, zu erfinden: „Silent Ballet“. Und ein „Silent Ballet“ ist es, was sie tatsächlich erreichten. Mit vollkommener Ruhe, in lediglich 22 Sekunden und bei Fahrgeschwindigkeiten von bis zu 50 km/h beschäftigt das „Silent Ballet“ eine Vielzahl von Sinnen, indem Ruhe und Abgeschiedenheit durch die Geräusche, das Licht und die Atomosphäre der Außenwelt abgelöst werden und somit den individuellen Freiraum des Fahrers erweitern.

Der Antrieb des Rolls-Royce Dawn
Das pochende Herz und die Seele jedes Rolls-Royce ist der 6,6-Liter-Twin-Turbo-V12-Antrieb. Mit seiner Leistung von 420 kW (570 PS) bei 5250 U/min und einem maximalen Drehmoment von 780 Newtonmetern bei 1500 U/min ist das Fahrerlebnis im Dawn mit nichts zu vergleichen. Verstärkt wird diese Erfahrung durch eine dynamische Anpassung des Gaspedals, die bei mittlerer Gaspedalstellung für ein um bis zu 30 Prozent besseres Ansprechverhalten sorgt. Der Dawn pflegt das Rolls-Royce-typische Lenkverhalten, das dem Fahrer eine hervorragende Rückmeldung bietet. So ist sichergestellt, dass sich der Dawn mühelos, aber präzise fahren lässt und das Fahrzeug damit selbst bei höheren Geschwindigkeiten Sicherheit ausstrahlt – bei offenem wie bei geschlossenem Verdeck. In Summe ist der neue Rolls-Royce der kraftvollste offene Viersitzer, den es gegenwärtig gibt.

 

Die aktuelle HIGH LIFE Ausgabe 11/2015, Heft 40, erhalten Sie in unserem Online-Shop, einfach auswählen und bestellen, oder genießen Sie HIGH LIFE dreimal im Jahr im kostengünstigen Abonnement frei Haus.

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