Wir verwenden Cookies auf dieser Seite, die die Bereitstellung unserer Dienste erleichtern. Wie Sie einer Verwendung von Cookies widersprechen können erfahren Sie hier.
 

High Life Heft 40


© FOTO Lalique

ES IST BESSER, NACH DEM SCHÖNEN ZU STREBEN,
ALS LUXUS ZUR SCHAU ZU STELLEN
.

Die international renommierte Kristallmanufaktur Lalique steht für anspruchsvollste
Handwerkskunst, Spitzenqualität sowie Kreativität und hat sich damit auf globaler Ebene erfolgreich als Lifestyle-Luxusmarke etabliert. Ihre Unternehmensgeschichte beginnt bereits im Jahr 1885. Da gründete René Lalique (1860–1945) – ein Genie, das die Schmuckwelt mit seinen Kreationen im Stil des Art nouveau revolutionieren sollte – seine einzigartige Manufaktur, die heute aus den fünf Geschäftsfeldern Dekorationsobjekte, Innendesign, Schmuck, Kunst und Parfüm besteht.

TEXT Gundula Luig-Runge FOTOS Lalique

Er wird 1860 in Ay, einem kleinen Dorf im französischen Département Marne, geboren. Schon sehr früh interessiert er sich für Design und Kunst, und es erstaunt deshalb nicht, dass der junge Mann an der „École des Arts Décoratifs“ in Paris studiert, mit den Schwerpunkten Zeichnen und Goldschmiedekunst. Der Berufseinstieg gelingt ihm sofort, denn er ist brillant und vermag bedeutende Schmuckhersteller zu überzeugen – so Boucheron, Vever und auch Cartier. 1878 begibt er sich nach London, wo er zwei Jahre lang Kurse am „Sydenham Art College“ belegt. Zurück in Paris, macht sich René Lalique als Schmuckdesigner selbständig und bedient mehrere Firmen, um nur vier Jahre später seine eigene zu gründen. 1888 stellt er seine ersten Stücke in ziseliertem Gold her; die Inspiration dazu holt er sich in der Kunst der Antike und im Japonismus.

 René Lalique ist seiner Zeit voraus: Er arbeitet mit ungewöhnlichen Stoffen und setzt sich über die Regeln der Juwelierkunst hinweg. So verbindet er Gold und Edelsteine mit einfachen Schmucksteinen, mit Email, Glas, Leder, Horn oder Perlmutt. Sein Grundsatz lautet: „Es ist besser, nach dem Schönen zu streben, als Luxus zur Schau zu stellen.“

René Lalique schöpft seine Inspiration aus der Natur; die Silhouette der Frau verwendet er als Zierelement. 1890 gilt er als einer der bedeutendsten Schmuckdesigner des französischen Jugendstils und gehört zur Avantgarde: Seine Werke sind originell und erfinderisch, absolut ausgereift in ihrer technischen Umsetzung und finden großes Gefallen bei einer intellektuellen Elite, die sich wenig um Konventionen kümmert. Der erklärte Wille René Laliques, „etwas zu schaffen, was man noch nie gesehen hat“, bringt ihm 1897 die Ehre ein, von Emile Gallé als Erfinder des modernen Schmuckstücks bezeichnet zu werden.

Mit der Weltausstellung von 1900 erreicht René Lalique den Höhepunkt seiner Laufbahn als Schmuckhersteller. Er beschließt, sich fortan mit dem Werkstoff Glas zu beschäftigen, und in seinem Haus in Clairefontaine bei Rambouillet entstehen nun Flakons, Pendülen, Boxen, Vasen und Skulpturen aus Glas.

Ab 1905 verkauft er Schmuckstücke und Dekorationsgegenstände aus Glas in einem neuen Geschäft an der Place Vendôme in Paris. Beeindruckt vom Schaffen René Laliques, schlägt der Parfümeur François Coty ihm 1907 vor, sein Talent auch in der Parfümbranche einzusetzen.

Die technologische und kommerzielle Revolution, die noch heute die Gestaltung von Parfümflakons und die Art und Weise beeinflusst, wie Parfüm in Kristall und Glas präsentiert wird, geht allein auf René Lalique zurück. Ab 1920 wird er nicht zuletzt deshalb zum hochangesehenen

1921 entsteht seine Glasfabrik im elsässischen Wingensur-Moder, wo er ein Jahr zuvor bereits eine private Villa erbauen ließ, die er künftig bewohnt, wenn er im Elsass weilt.

René Laliques Genie liegt in seiner Vielseitigkeit. Von ihm stammen Kühlerfiguren für  Luxusautomobile, er beteiligt sich an der Innenausstattung des Kultzugs „Orient-Express“ (1929) und des ebenso legendären Überseedampfers „Normandie“ (1935).

 Im Jahr 1935 eröffnet René Lalique seine Boutique an der Rue Royale in Paris. Als er 1945 stirbt, übernimmt Sohn Marc Lalique (1900–1977) die Führung des Familienunternehmens in Wingen-sur-Moder und läutet ein neues Zeitalter ein. Der Werkstoff ist fortan nicht mehr Glas, sondern Kristall. Das Wechselspiel von Transparenz und Satinoberflächen erlangt Weltruhm, so dass der Name Lalique oftmals als Bezeichnung dafür verwendet wird.

Die Kristallmanufaktur Lalique gewinnt schnell einen angesehenen Platz unter den Kristallproduzenten Frankreichs sowie der ganzen Welt. In den Fünfzigern kreiert Marc zahlreiche Werke, die den Stil von Lalique fortführen, aber gleichzeitig den Geist ihrer Epoche widerspiegeln – einer Epoche, die heute mit großer Begeisterung wiederentdeckt wird. Viele seiner Schöpfungen können in Museen bewundert werden und genießen bei privaten Sammlern Kultstatus.

Die aktuelle HIGH LIFE Ausgabe 11/2015, Heft 40, erhalten Sie in unserem Online-Shop, einfach auswählen und bestellen, oder genießen Sie HIGH LIFE dreimal im Jahr im kostengünstigen Abonnement frei Haus.

ANZEIGE


Milaidhoo MaledivenTop-Angebote für das neue Highlight» Zum Angebot...