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High Life Heft 41


© Foto: Bildermeister

BILDERMEISTER
Automobile Faszination in schönsten Bildern

Hochglanzfotos von Oldtimern und Liebhaberfahrzeugen in alten Industriedenkmälern. Die Bildermeister – Anbieter von Automobil-Fotoshootings für Privatkunden – sind auf spektakuläre Gegensätze spezialisiert. Ihr Credo: „Der Kontrast verstärkt die Wirkung!“

Text Bernd Teichgräber Fotos Bildermeister


 Unsere Fotoshootings finden unter anderem im Rahmen von Fotoshooting-Events mit mehreren Teilnehmern in ausgefallenen Locations im gesamten Bundesgebiet, Österreich und der Schweiz statt“, sagt Gerrit Glöckner, Geschäftsführer von Bildermeister. „Selbstverständlich fotografieren wir aber auch Einzelfahrzeuge und ganze Sammlungen bei unseren Kunden zu Hause oder überall dort, wo es gewünscht wird.“ Das Ergebnis sind immer digitale Highend-Bilddaten (inkl. den uneingeschränkten Nutzungsrechten), die vielfältig einsetzbar sind: Smartphone, Tablet, Internet, TV oder digitale Bilderrahmen. Selbstverständlich können auf Basis dieser digitalen Highend-Bilddaten aber auch Produkte „zum Anfassen“ produziert werden, mit denen man sich seine Privat- und Arbeitsräume auf höchst künstlerische und anspruchsvolle Art und Weise verschönern kann. Das Angebot umfasst Fotoabzüge, Wandbilder, MINIpics ® und äußerst exklusive Fotobildbände. „Des Weiteren steigert man durch unser professionelles Bildmaterial oder gar eine ganze Fotodokumentation in Form eines Bildermeister-Fotobildbandes den Wert seines Fahrzeuges im Falle eines Verkaufs und hat zudem eine hochwertige Erinnerung“, erläutert Glöckner.

 

Vor allem „lost places“, ausgediente Fabrikgebäude aus der Gründerzeit, ziehen Gerrit Glöckner magisch an. Die Profis aus dem niederbayerischen Rottal-Inn-Kreis arrangieren Fotoshootings für teure Sammlerstücke in unglaublich morbidem Ambiente – liebend gern in Industriedenkmälern aus dem 19. Jahrhundert. „Ich mag es, wenn es morbide ist“, sagt Glöckner, „denn der Kontrast verstärkt die Wirkung!“ Heute ist man als Spezialanbieter in diesem Segment unangefochtener Marktführer. Diese ungewohnte Ästhetik „sticht sofort ins Auge“, auf die Bildreize reagiert die rechte Gehirnhälfte emotional. Und die linke analysiert, dass diese künstlerischen Hochglanzfotos einen zusätzlichen Profit bedeuten können – zumindest aber einen klaren Vorsprung beim Wiederverkauf der rassigen Wertanlage.

 

Die aktuelle Ausgabe des „Knight Frank Luxury Investment Index“ (London) sieht nach wie vor Oldtimer an der Spitze aller gewinnbringenden Luxusinvestitionen von Immobilien über Juwelen bis Kunst. Auch der Deutsche Oldtimer-Index des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) weist eine langfristig „klar positive“ Tendenz auf. Spitzenreiter im Wertzuwachs des Jahres 2015 war der Mercedes Benz 300 SL Flügeltürer (Baujahre 1954 – 1957) vor dem Chevrolet Camaro (1978 – 1981) und dem Mercedes Benz 500 SEC Coupé (1985 – 1991).

Manch einer der schwindelerregend wohlhabenden Investoren lässt den Bildermeister aber nicht in heruntergekommenen Gemäuern, sondern vor Ort agieren, in nobler und vertrauter Umgebung. So wie jener betuchte Kunde aus Norddeutschland, der eine „Porsche-“ und eine „Mercedes-Halle“ samt Inhalt sein Eigen nennt. Ihm ist daran gelegen, von allen seinen geliebten Investitionsanlagen luxuriöse, in Leder eingefasste Fotobildbände anfertigen zu lassen, und zwar vor allem auch unter dem Gesichtspunkt der lückenlosen fotografischen Dokumentation und somit der Wertsteigerung jedes einzelnen Gefährts. Allerhöchste Kreativität und Qualität sind gefragt – und werden geliefert. Stückpreis jeder Edel-Dokumentation inklusive Fotografie: ca. 3500 Euro. „Bei 26  Fotobildbänden sind wir allein bei diesem Sammler derzeit angelangt,“ so Glöckner. „Und es ist noch kein Ende in Sicht.“

 Der Grafik-Designer fuhr vor zwanzig Jahren selbst für einige Zeit einen roten 911er, doch die Fahrt zur Entbindung seines ersten Sprösslings sollte dann die letzte sein – er brauchte umgehend etwas Praktisches. Und der Sohn fragt sich noch heute, wie er seinem Vater diese einmalige Kapitalanlage vermasseln konnte ... Ein Sammler aus Süddeutschland stand vor der Wahl, seine fünf Wertobjekte entweder bei sich zu Hause oder in einer ehemaligen Tuchfabrik aus der Gründerzeit im nahe gelegenen Calw effektvoll ablichten zu lassen. Er wählte Variante zwei. Der Bildermeister hatte daraufhin auch soweit alles vorbereitet und das Equipment so aufgebaut, dass die Halle aus jeder Perspektive einen pittoresken Hintergrund versprach. Dann fiel das Produktionsteam jedoch fast in Ohnmacht, als sich mit voluminösem orchestralen Sound der Investor mit seinen Preziosen näherte. Mit mehreren Freunden kam er im Konvoi vorgefahren. „Jedes Auto über eine Million … !“, schwärmt Glöckner noch heute.

Doch die meisten seiner enthusiastischen Privatkunden haben ein oder zwei bescheidenere Sportwagen, Old- oder Youngtimer, in der Garage. Sie vor allem nutzen Variante zwei des Bildermeister-Geschäftsmodells, um an hochwertige Fotos zu kommen, und besuchen eines der Fotoshooting-Events in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Die Locations sind in der Regel in alten Industriedenkmälern, so wie das ehemalige Eisenbahnausbesserungswerk in München-Freimann oder das alte Opel-Werk in Rüsselsheim mit seiner neoklassizistischen Bauweise.

 

Vor schaurig-schönen Kulissen werden die polierten Exponate der Privatkunden der Reihe nach fotografiert: der Porsche 911 T aus den 70ern, der Ferrari Testarossa aus den 80ern, der Porsche Boxster aktuelleren Datums, der betagte, aber einfach äußerst hinreißende Mercedes-Benz 300 SL Flügeltürer aus den späten 50ern. Und weil dabei die Gesamtkosten auf alle Teilnehmer umgelegt werden, können die künstlerischen Arbeiten für jeden Anwesenden auch zu einem vertretbaren Preis von ab 199 Euro angeboten werden. Und selbstverständlich stimulieren die Hochglanzmotive, die jeder Teilnehmer im Anschluss an die Nachbearbeitung als Gegenwert erhält, auf bewährte Weise die rechte und die linke Gehirnhälfte, so dass sich der Bildermeister nach jedem Event über treffende Komplimente wie „fun-tastisch“ freuen kann.

 „Eine neue Location“, sagt Glöckner, „wird von uns zunächst in aller Ruhe nach den besten Sets abgesucht. Da wird viel herumprobiert und auch viel verworfen.“ Bei dem günstigsten Angebot mit zwei Motiven veranschlagt Bildermeister je Fahrzeug etwa dreißig Minuten, bis es exakt an den immer gleichen Platz gerückt ist und die gewünschten zwei Aufnahmen entstanden sind.

Via Laptop wird das Ergebnis angezeigt, genau geprüft und gespeichert. Im heimischen Schloss Thurnstein im niederbayerischen Postmünster geht dann noch einmal eine knappe Stunde für die Nachbearbeitung der beiden Fotos drauf: am PC werden Helligkeit, Kontrast, Schärfe und Farbwerte optimiert. Wie aus dem Nichts entsteht zum Schluss noch eine düstere Stimmung oder ein fahler Sonnenstrahleinfall – eben der ganz spezielle „Bildermeister-Look“. 

www.bildermeister.com

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