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Yachting & Style Heft 31

LUXUS-CHARTER
UNTERWEGS AUF DEN SIEBEN WELTMEEREN


Christian Sauer stellt für die Leserinnen und Leser von Yachting & Style einige der interessantesten Reviere und Yachten für den exklusiven Urlaub auf dem Wasser vor.

TEXT Christian Sauer | FOTOS  Charter-Broker

Getreu dem Motto „Eigentum verpflichtet“ sollen die kostspielige Anschaffung und der aufwändige Betrieb einer eigenen Großyacht bekanntlich gut überlegt sein. Daherstellt das wochenweise Chartern samt professioneller Crew eine ebenso reizvolle wie vernünftige Alternative dar. Selbst abseits der typischen Routen im Mittelmeer oder in der Karibik stehen zahlreiche Schiffe verschiedener Größen, ob mit oder ohne Segel, zur Wahl. Und damit keine Langeweile an Bord oder in einsamen Buchten aufkommt, sorgt ein immer größeres Arsenal an Tendern und Toys für Unterhaltung. Für Aus- und Rundflüge oder schnelle Transfers empfehlen sich Aero-Tender in Form von Helikoptern oder Wasserflugzeugen, die zunehmend auf den großen Yachten „parken“.

Über einen besonders stabilen Rumpf mit Eisklasse verfügen bislang zwar erst wenige Charter-Yachten. Doch entsprechende Neu- und Umbauten sind bereits auf den Weg gebracht und werden entlegenste Destinationen wie die Nordwestpassage oder die Antarktis ihren abenteuerhungrigen Gästen zugänglich machen. Parallel dazu werden die Anstrengungen verstärkt, solche Reisen möglichst nachhaltig und mit einem geringeren ökologischen Fußabdruck zu vereinbaren.

1. Kuba – „Kismet“
Mit 1,2 Millionen Euro pro Woche gebührt der 95 Meter langen „Kismet“ aktuell der prestigeträchtige Titel der offiziell teuersten Charter-Yacht. Wie wir bereits im Heft 6 (2007) ausführlich berichteten, wurde sie in Bremen bei Lürssen gebaut und 2014 an ihren Eigner, dem Milliardär Shahid Khan, übergeben. Im vergangenen November sollte „Kismet“ das Highlight der Lauderdale International Boat Show werden, doch eine kurzfristige Charter- Anfrage änderte die Pläne und so kreuzte die Yacht mit maximal zwölf Gästen, um die sich 28 Crew-Mitglieder kümmern, stattdessen in der Karibik. Ob sie dort lieber die Salons, das Kino und den Wellness-Bereich im ultra-luxuriösen Interieur oder doch lieber den Pool und die Tanzfläche an frischer Luft nutzten, ist nicht bekannt. Fest steht, dass sich Kuba neben den Kleinen Antillen und den Bahamas als klassische Reviere durch die gelockerten Sanktionen zum Trendziel entwickelt. Zunehmend werden große Yachten in Havanna gesichtet und die schier unendliche Inselwelt will entdeckt werden. Laut Moran Yacht & Ship als zuständigen Broker verzichtet ihr Eigner lediglich acht Wochen pro Jahr auf „Kismet“.

 

www.moranyachts.com


2. Mikronesien – „Senses“
Die Föderierten Staaten von Mikronesien nordöstlich Papua-Neuguineas präsentieren sich nicht nur auf Fotos als perfektes Tropenparadies mit über 2000 Atollen und Inseln auf einem riesigen Gebiet im Pazifik. Die gastfreundlichen Bewohner mit ihren unterschiedlichen Kulturen lohnen die lange Anreise ebenso wie die oft noch unberührte Natur an Land, über und unter Wasser. Um Mikronesien entspannt zu erkunden, bieten sich Explorer-Yachten wie die 59 Meter lange „Senses“ an. 1999 von der ehemaligen Schweers-Werft an der Weser gebaut, von der auch deutsche Seenotrettungskreuzer stammen, profitierte die Yacht von deren ausgereifter Technik. Wie bei den „Lebensrettern“ kann der größte von mehreren Tendern sogar während der Fahrt vom Heck aus ins Wasser gleiten und wieder an Bord gezogen werden. Eigner Larry Page, Google-Mitgründer und 43-jähriger Multimilliardär, lässt seine „Senses“ von der Crew sehr aufwändig pflegen sowie regelmäßig überholen. Das zeitlose Interieur von Designer Philippe Starck ließ er größtenteils unverändert, was ihm die maximal zwölf Charter-Gäste sicher danken.

 

400.000 US$ pro Woche, www.y.co


3. Montenegro – „Athena”
Abgesehen von der früheren Privatyacht „Sea Cloud“ stellt die 2004 bei Royal Huisman in den Niederlanden für den Netscape- Mitgründer James „Jim“ Clark gebaute „Athena“ mit 90 Meter Länge die größte und mit mindestens 300.000 Euro pro Woche die teuerste Charter-Yacht unter Segeln dar. Nachdem sie vor einigen Jahren bereits für 75 Millionen Dollar erfolglos zum Verkauf angeboten wurde, sucht sie nun für 69,5 Millionen Dollar über Burgess einen neuen Enthusiasten. Bei zwölf Metern Breite bietet „Athena“ (Portrait Heft 27) bis zu zehn Gästen an und unter Deck den Komfort sowie großzügige Platzverhältnisse von Motoryachten. Bei Flaute sorgen zwei Motoren für Vortrieb, doch ihren speziellen Reiz entfaltet sie erst, wenn die über 2500 Quadratmeter großen Segel an den drei Masten gehisst werden. Im Winter war „Athena“ wie die meisten großen Yachten in der Karibik stationiert, bevor sie zum Sommer wieder ins Mittelmeer zurückkehrte. Dort zieht es die maritime Elite zunehmend weg von den bisherigen Hotspots wie den Balearen, der Côte d’Azur oder Sardinien in die Adria. Neben Kroatien wird dort Montenegro immer beliebter. Auf Seite 56 stellen wir die angesagte Destination mit der Marina „Porto Montenegro“ ausführlich vor.

 

www.oceanindependence.com

4. Galapagos – „Grace“
Spätestens seitdem Charles Darwin im 19. Jahrhundert die Galapagosinseln besuchte und von ihren Naturschönheiten berichtete, fasziniert das rund 1000 Kilometer westlich des ecuadorianischen Festlandes gelegene Archipel nicht nur Forscher und Wissenschaftler. Doch erst wenige Privatiers hatten bislang die Möglichkeit, mit eigenen Augen die einzigartige Flora und Fauna zu bestaunen, schließlich steht das UNESCO-Weltnaturerbe unter strengem Naturschutz. Ohne die entsprechenden Genehmigungen und Begleitpersonen dürfen die Inseln nicht betreten werden. Darum kümmert sich Quasar Expeditions ebenso wie um den Charter-Törn mit der 44-Meter-Yacht „Grace“. Die klassische  Schönheit, deren Historie 1928 in Großbritannien begann und die im Zweiten Weltkrieg von der Royal Navy eingesetzt wurde, ging danach in den Besitz von Aristoteles Onassis über. Der griechische „Tankerkönig“ schenkte sie dann Fürst Rainier von Monaco 1956 zur Vermählung mit Grace Kelly, deren Namen die Yacht heute trägt. Dank dem aufmerksamen Service und stilvollen Ambiente können sich bis zu 18 Gäste wie das einstige Traumpaar auf Hochzeitsreise fühlen. Gekrönt werden die Tage auf den Galapagosinseln durch den Jacuzzi auf dem Vordeck.

 

Ab rund 92.000 US$ pro Woche, www.quasarex.com


5. Thailand – „SuRi“
Eine außergewöhnliche Geschichte besitzt ebenfalls die 63 Meter lange „SuRi“: Sie lief 1978 als Fischereischiff vom Stapel und wurde 2007 zu einer „Shadow Yacht“ umgebaut, die als Begleitboot der eigentlichen Yacht oder selbst als Yacht fungieren kann. Ein wesentliches Feature dieser „Conversion“ stellt der Transport einer enormen Anzahl von Wasserspielzeugen, großen Tendern, diversen Fahrzeugen für Landausflüge sowie eines Helikopters oder Wasserflugzeuges samt Treibstoff dar. Als „Garage“ dient ein überdimensionaler Hangar, der die sensible Technik vor aggressiver Salzluft schützt. Nach einem weiteren Umbau im Jahr 2012, wobei der Rumpf in der Mitte getrennt und ein elf Meter langes Zwischenstück eingefügt wurde, bietet „SuRi“ auch den zwölf Gästen viel Platz. Zu den Besonderheiten zählen ein Medienraum mit Unterwasser-Fenstern und ein klimatisierter Wintergarten. Derzeit noch im Südpazifik unterwegs, nimmt „SuRi“ mit 9900 Meilen Reichweite demnächst Kurs auf Südostasien, wo Thailand durch geänderte Gesetze noch attraktiver für Charter-Yachten und deren Eigner wird. Die Ostküste rund um Ko Samui bietet ebenso wie die Westküste mit den Similan-Inseln, Phuket und Krabi zahlreiche Ziele.

  

375.000 US$ pro Woche, www.37southyachtcharter.com


6. Antarktis – „Hanse Explorer“
Wer einmal Winterurlaub der ganz besonderen Art erleben möchte, sollte bereits jetzt eine Reise in den südamerikanischen Sommer planen. Von den südlichsten Hafenstädten Argentiniens oder Chiles aus bricht die 48 Meter lange „Hanse Explorer“ mit verstärktem Stahlrumpf, höchster Eisklasse und 8000 Meilen Reichweite zu Expeditionen nach Südgeorgien, zu den Falkland-Inseln oder der Antarktischen Halbinsel auf. Ausgearbeitet werden die sehr individuellen Touren inklusive Schlauchbootausflügen zu Eisbären von einem der beiden deutschen Kapitäne zusammen mit den ortskundigen Spezialisten von EYOS Expeditions und den maximal zwölf Charter-Gästen. Sie genießen dank den 14 Crew-Mitgliedern selbst in dieser unwirklichen Abgeschiedenheit modernen Luxus an Bord samt Gourmet-Mahlzeiten und Finnischer Sauna. Diese wird wohl ebenfalls während des hiesigen Sommers genutzt, wenn das Packeis in der Antarktis zu dick wird und die „Hanse Explorer“ in Richtung Skandinavien oder Arktis steuert. Seit ihrem Stapellauf 2006 bei der Fassmer-Werft, zu der inzwischen die ehemalige Schweers-Werft (s. „Senses“) gehört, legte die Expeditions-Yacht im Besitz des Reeders Peter Harren zigtausende Seemeilen zurück und kreuzte auch schon in der Südsee.

 

135.000 Euro pro Woche
www.eyos-expeditions.com / www.hanse-explorer.de

Die aktuelle YACHTING & STYLE Ausgabe 5/2016, Heft 31, erhalten Sie in unserem Online-Shop, einfach auswählen und bestellen, oder genießen Sie YACHTING & STYLE dreimal im Jahr im kostengünstigen Abonnement frei Haus.

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