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High Life Heft 42


© Ferrari

THE DAILY FERRARI
Der neue Ferrari GTC4 Lusso überzeugt mit Alltagstauglichkeit

Dieser Presseeinladung zum Test Drive des neuen Ferrari GTC4 Lusso folgten wir selbstverständlich gerne. Im September wird das neue, vorgestellte Modell den bisherigen Viersitzer der Sportwagenschmiede, den Ferrari FF, ablösen. Beste Gelegenheit also, die Weiterentwicklung des Shooting Brake Coupés in den Apuanischen Alpen auf Herz und Nieren zu testen.

TEXT Thomas Klocke | FOTOS Martina Klocke / Ferrari

Bei unserer Ankunft auf der Piazza Duomo, dem Marktplatz von Marina di Pietrasanta, boten die für die internationalen Journalisten vorgefahrenen insgesamt zwölf Boliden Gran Turismo Coupés ein äußerst beeindruckendes Bild. Als alle Zwölfzylinder ihre Motoren starteten, läuteten dazu die Glocken der kleinen Kirche von Pietrasanta – wie einst bei den Formel-1-Siegen in Maranello.

 

Der im Ferrari-Design gehaltene GTC4 Lusso (für luxuriös) ist eine Weiterentwicklung des Shooting-Brake-Coupés, dem der Neuling mit seiner fast schon fließheckartigen Silhouette und den stromlinienförmigen, taillierten Formen neue Impulse verleiht. Seine sportliche Art wird durch die Formensprache und die Gestaltung des des Hecks, das immerhin je Seite fünf Zentimeter breiter geworden ist als beim Vorgänger, zusätzlich betont. Der geschwungene Dachboden wurde tiefer gesetzt, wobei darauf geachtet wurde, dass allen vier Passagieren außergewöhnlich viel Platz und Komfort zuteil wird. Die für Ferrari typischen Doppelheckleuchten setzen die Akzente in der Heckansicht. Sie betonen nicht nur die muskulösen Schultern, sondern verleihen dem Fahrzeug optische Breite und geben zusammen mit den Endrohren der Heckpartie eine kräftige Aura. Man nimmt in den ergonomisch bestens geformten Sitzen Platz und fühlt sich sofort wohl. Das gesamte Fahrer-Cockpit wurde neu designt, das etwas kleinere Lenkrad ermöglich ein einfacheres Ablesen der Instrumente. Auf den ersten Blick etwas unübersichtlich, erweisen sich alle Bedienelemente aber schnell zugänglich und einfach zu handhaben. Eine Innovation ist das Beifahrer-Cockpit. Es wurde so gestaltet, dass dem Passagier zahlreiche Bedienelemente komfortabel zugänglich werden.

 

Unser Test Drive ging durch die Provinz Massa-Carrara, die bekannt für ihre Marmorvorkommen ist – was man an unzähligen Steinbrüchen eindrucksvoll bemerken konnte –, hinauf in die Apuanischen Alpen der Toskana. Zahlreiche Serpentinen und enge Kurven machten bereits auf den ersten Kilometern deutlich, wie viel Fahrspaß der neue Ferrari bietet. Mit seinen 690 PS ist er der am stärksten motorisierte Gran Turismo in seinem Segment, das Leistungsgewicht von 2,6 kg/PS und ein Drehmoment von fast 700 Newtonmetern sprechen hinsichtlich Agilität eine deutliche Sprache. Hinzu kommt, das 90 Prozent des Drehmoments schon bei 1750/min anliegen, das 6,3-Liter-V12-Aggregat hängt unglaublich am Gas. Die Pferde warten in jeder Sekunde darauf, die Sporen zu bekommen.

 

Die neue Hinterradlenkung in Verbindung mit dem Allradantrieb kennt so gut wie keine schwierigen Straßenbedingungen. Auch Waldstücke mit noch vom Vortag regennassen Abschnitten meistert das von Ferrari patentierte 4-RM-S-System mit der vierten Generation des Side-Slip-Sytems bravourös. Über den „Manettino“, einen kleinen roten Hebel auf dem neuen, kompakteren Multifunktionslenkrad, können darüber hinaus unterschiedliche Straßenbedingungen angepasst werden (Komfort, Sport, Nässe, Schnee), alternativ kann das ESP ausgeschaltet werden. Auch der Motorklang ist variierbar – wer es etwas beschaulicher mag, lässt die Hubraumfanfaren leise vor sich hin brummen, wer es offensiver mag, kommt auch zu seinem Recht, dann geht das Concerto von blubbernd in den Brüllmodus hinüber.

Den Ferrari GTC4 Lusso können wir uneingeschränkt hohe Alltagstauglichkeit sowie einen geräumigen Innenraum bescheinigen. Das Gepäckvolumen variiert je nach Miteinbeziehung der Rücksitze von 450 bis 800 Litern. Dies kombiniert mit den Fahrleistungen eines reinrassigen Sportwagens ist schon ein außergewöhnliches Fahrzeugkonzept. Dass man sich bei einem Ferrari keine großen Gedanken über die Fahrleistungen machen muss, versteht sich von selbst. Nach nur 3,4 Sekunden erreicht der 1,9 Tonnen schwere Bolide die 100-km/h-Marke, 10,5 Sekunden dauert der Sprint von 0 auf 200 km/h. Erst bei 335 km/h Höchstgeschwindigkeit ist die Party zu Ende.

 

Elegant und luxuriös präsentiert sich das Interieur. Die schlanke Mittelkonsole zieht sich bis in den Fond und trennt dort die beiden gut konturierten Sitze voneinander. Das Navigationssystem mit dem empfindlichen Touchscreen, das analog zur Bedienung von iPad und anderen Tablets funktioniert, fanden wir mehr als gewöhnungsbedürftig. Bei Ankunft in der mittelalterlichen Festung Fortezza delle Verrucole berichteten auch andere Journalisten davon, dass sie nach guter Väter Sitte das eine oder andere Mal nach dem Weg gefragt hatten, um das Ziel zu finden.

 

Zur optionalen Ausstattung gehört noch ein Low-E-Panoramadach. Wenn die Außentemperatur hoch ist, reflektiert das Spezialglas die Sonnenstrahlen vom Fahrzeug weg und hält damit das Innere kühl. Das neue Panoramadach verringert die Notwendigkeit einer Klimaanlage und wir konnten uns persönlich von dem tollen „Open-air“-Feeling begeistern lassen. Ferraris beispiellose Qualitätsstandards liegen dem Sieben-Jahre-Instandhaltungsprogramm zugrunde, das ebenfalls optional erhältlich ist. Es deckt alle regulären Instandhaltungsarbeiten in den ersten sieben Jahren des Fahrzeugs ab.

http://gtc4lusso.ferrari.com/de/

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