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Country Style Heft 77 | Herbst 2016


© GARTENZAUBER.COM / Anke Schütz

Die neue Lust an der Selbstversorgung

Pure Gartenleidenschaft kann Berge versetzen. Das zeigt die „Gartenzauber-Welt“ von Katja Hildebrandt eindrucksvoll. Die Gartenexpertin ist nicht nur Organisatorin des Festivals „Gartenzauber“, sondern auch der kreative Kopf des gleichnamigen Online-Shops. Im Spätsommer gehört ihre Leidenschaft der Ernte und Weiterverarbeitung ihres selbstangebauten Obstes und Gemüses. Mit ihren Tipps zu den Themen Ernte und Einkochen zeigt Katja Hildebrandt, wie Hobbygärtner die neue Lust an der Selbstversorgung einfach und effektiv verwirklichen können.

Text: Sabine Herder

Die Beschäftigung mit Erde und Pflanzen kann der Seele eine ähnliche Entlastung und Ruhe geben wie die Meditation.
Hermann Hesse

 „Während der Erntezeit zieht es mich wie magisch in den Garten und die Küche. Für mich gibt es im Sommer kaum etwas Schöneres, als unser selbstangebautes Obst und Gemüse zu ernten und es anschließend in der Küche zu leckeren Köstlichkeiten zu verarbeiten“, schwärmt Katja Hildebrandt. „Und damit liege ich voll im Trend“, fügt die norddeutsche Gartenexpertin hinzu. Und tatsächlich, in den letzten Jahren ist die Lust an der Selbstversorgung ständig gestiegen. Und zwar nicht nur auf dem Land,  sondern selbst in kleinen Stadtgärten und auf winzigen Balkonen in den Städten werden Obst, Tomaten, Kräuter und sogar Kartoffeln kultiviert. Kein Wunder, selbstgezogenes Obst und Gemüse ist gesünder und schmeckt einfach besser. „Wenn man bei der Ernte, Lagerung und Weiterverarbeitung einige grundlegende Dinge beachtet und auf die richtigen Helfer setzt, ist der Weg zu einer reichen Ausbeute und leckeren Köstlichkeiten eigentlich kinderleicht“, betont die passionierte Gärtnerin.

 
 

Katja Hildebrandts Tipps für eine reiche Tomatenernte

1. Bewässern
Es ist wichtig, Tomaten regelmäßig zu bewässern. Am besten morgens mit abgestandenem Regenwasser direkt auf den Wurzelbereich, nicht auf die Blätter gießen.
2. Ausgeizen
Die kleinen Seitentriebe regelmäßig ausbrechen. Die Pflanze wird dadurch kräftiger und kann sich auf die Fruchtbildung konzentrieren.
3. Düngen
Tomaten regelmäßig, am besten mit speziellem Tomatendünger düngen.
Achtung: Zu viel Dünger schadet! Wenn sich die Blätter einrollen und es zu Schopfbildung kommt, war es des Guten zu viel.
4. Unterstützen
Mit Ausnahme der Buschtomaten benötigen alle Tomaten kräftige Stäbe, ein Spalier oder eine andere starke Rankhilfe.
5. Mulchen
Mulchen verhindert, dass der Boden austrocknet. Praktisch: Der Mulch (Rasenschnitt oder Tomatengeize) ist gleichzeitig auch Dünger.
6. Blätter entfernen
Blätter und Triebe unterhalb des ersten Fruchtstandes sowie alle toten und vergilbten Blätter sollten regelmäßig entfernt werden. Um die Photosynthese nicht zu beeinträchtigen, nicht zu rigoros vorgehen!
7. Pflege im Gewächshaus
Bei Gewächshaus-Tomatenpflanzen sollte beachtet werden, dass tagsüber die Türen offen sind. So können Stauhitze vermieden und die Luftfeuchtigkeit besser reguliert werden. Bienen und Hummeln haben so freie Bahn, um ihre Arbeit zu verrichten.
8. Den Wuchs stoppen
Bei den Spaliersorten sollte der Hauptaustrieb im Spätsommer abgeschnitten werden. So verschwendet die Pflanze keine Energie für die Entwicklung späterer Früchte, die sich aufgrund der Zeit eh nicht mehr entwickeln können.
9. Ernte
Wenn die Tomaten durch eine sanfte Drehung leicht abgehen, sind sie erntereif. Man sollte keine reifen Früchte an der Pflanze belassen, da diese sehr schnell weich werden.
10. Nachreifen
Wenn es kälter wird, reifen die Früchte nicht mehr aus. Deshalb sollte man am Ende der Saison die noch grünen oder schon leicht gefärbten Tomaten ernten und an einem warmen (15 bis 22 Grad) dunklen Ort nachreifen lassen.


 

Auch wenn der Garten noch so klein ist – er ist eine Fundgrube an Naturprodukten und Pflanzen, aus denen man wunderbar individuelle und leckere Geschenke selber machen kann.
Katja Hildebrandt

 Katja Hildebrandts Lieblings-Pflaumenrezept
Schnelle Pflaumenmarmelade – à la italiana

Zutaten (für 4 Portionen)

1,2 kg Zwetschgen
100 g Honig
Saft einer Zitrone
80 ml dunkler Balsamico-Essig‚
2 Stangen Zimt
350 g Gelierzucker (2:1)

Zubereitung

Gewaschene Zwetschgen entsteinen und mit Gelierzucker und Honig mittels Stabmixer pürieren. Zimt und Zitronensaft dazugeben; ab dem Kochvorgang sollte alles 3 Minuten lang richtig sprudelnd kochen.
Zur Sicherheit die Gelierprobe machen. Dafür eine kleine Menge auf einen kalten Unterteller geben und prüfen, ob die Masse noch stark verläuft oder schon zähflüssig ist bzw. am Teller haften bleibt.
Zimtstangen entfernen. Ganz zuletzt den Balsamico darangeben, einmal aufkochen lassen und in sterilisierte Twist-off-Gläser randvoll abfüllen.

 

www.shopgartenzauber.com

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