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Country Style Heft 53 | Herbst 2010


© Foto: Ydo Sol

Ländliches Wohlleben auf  Schloss Wehrden

Schlösser haben ihren besonderen Reiz. Das gilt auch für die exklusive Wohnung der Interieur Designerin Martina vom Hofe auf Schloss Wehrden. Aufwändig renoviert und luxuriös ausgestattet, vermitteln die Interieurs das Flair des eleganten Pariser Bürgertums.

Beinahe verträumt fliesst das blaue Band der Weser an den Säumen der Höhenzüge des Weserberglandes vorbei. Sanft gewellte Hügelkuppen, idyllische Ortschaften und hier und da romantische Schlösser als Zeichen aristokratischer Kultur fügen sich in das grüne Landschaftsbild ein. Die Zeit hat in dieser Region nicht Halt gemacht und doch scheint sie hier abseits der großen Trassen ein wenig stillzustehen. Und auch in den größeren Orten ist von Hektik nichts zu spüren. Die idyllische Gelassenheit hat dem Land und seinen Bewohnern niemand nehmen können.

 

In dieses schöne Fleckchen Heimat gelangte die Interieur Designerin Martina vom Hofe bei einer sonntäglichen Landpartie, die sie vor zwei Jahren von Bonn nach Wehrden führte. Nur einen Steinwurf von der Weser entfernt stand sie an jenem Nachmittag im Park des frühbarocken Schlosses Wehrden mit seinem angrenzenden, achteckigen Turm. Das herrschaftliche Anwesen schloss sie auf Anhieb in ihr Herz und rasch war klar, dass sie ländlichem Wohlleben durchaus zugetan sein könnte. „Schon bei der Anfahrt durch das Weserbergland hatte ich mich in die Gegend verliebt und beim Anblick des Schlosses reifte rasch der Entschluss, mir an diesem Ort ein adäquates Wohnumfeld zu schaffen, zumal das geschichtsträchtige Anwesen und die Umgebung den Eindruck eines paradiesischen Platzes vermittelten.“

Nicht weniger begeistert vom Charme des Domizils mochte wohl ein Jahrhundert zuvor Annette von Droste-Hülshoff gewesen sein, deren „beste Herzenstante“, Dorothea von Wolff-Metternich, hier lebte. Die Nichte kam gern zu Besuch, spazierte die Weser entlang und nahm im alten, aus den Baumwipfeln ragenden Turm, „dem auch die Weite durch Sage und Gespensterglaube nicht fehlt“, poetischen Aufenthalt.

Mit Annette von Droste-Hülshoff verbindet Martina vom Hofe die Liebe zum literarischen Wirken, das die Interieur Designerin zusammen mit ihrer künstlerischen und gestalterischen Passion stets kraftvoll und ideenreich pflegt, wobei die Ruhe und absolute Privatsphäre der exklusiven Schlosswohnung beste Voraussetzungen dafür bieten. Dem 1696 von Paderborner Fürstbischof Werner Freiherr von Wolff-Metternich zur Gracht im Stil der Weserrenaissance errichteten Schloss hat auch heute niemand die Harmonie mit der Historie und der ländlichen Umgebung nehmen können.

 „Anfänglich zog mich die Aura der Vergangenheit unwillkürlich in den Bann“, erklärt Martina vom Hofe, während sie die Besucher bittet, auf dem cremefarbenen Flamant-Sofas im Wohnzimmer Platz zu nehmen. „Man glaubt immer auch, noch ein wenig von dem Leben zu spüren, welches hier einmal stattgefunden haben könnte. Das macht in Verbindung mit der modernen Interpretation des Wohnens den Reiz aus“, fährt sie fort.

Und ehe man sich versieht, ist man mittendrin in Martina vom Hofes wunderbar inszenierter Welt der Wohnträume, erlebt das Auge mit viel Feinsinn dekorierte Interieurs, findet sich wieder zwischen harmonisch abgestimmten Farben und klassischen Formen, erspäht Extravagantes und Dekoratives. Doch bevor ein solch schönes Wohlfühl-Ambiente entstand mussten die Zimmer einer Renovierung unterzogen werden, neuer Stuck wurde eingezogen und der Kachelofen gesetzt. Im Salon streckt sich der 3,20 Meter hohe schwedische Kachelofen der Stuckdecke entgegen, reich verziert mit floraler Ornamentik, während an diesem etwas kühlen Vorfrühlingstag die behagliche Wärme den Raum flutet.

Vom französischen Kronleuchter von 1860 geht der Blick sodann auf die Hausbibliothek. Biographien, Garten-, Kunst- und Geschichtsbücher haben sich zu einem beeindruckenden Stelldichein in den hohen Regalen zusammengefunden. „Auf Schloss Wehrden finde ich den idealen Rückzugsraum, um selbst Bücher zu schreiben, zu Schmökern oder einfach meinen eigenen gedanklichen Wegen nachzugehen“, sagt Martina vom Hofe und lächelt. Zurzeit arbeitet sie an einem Manuskript über Stil- und Persönlichkeitsentwicklung, denn „ich brauche meist mehr als nur ein Ventil, um meiner Kreativität freien Lauf zu lassen“.

Dass man sich in ihrer aufwändig renovierten und luxuriös ausgestatteten Schlosswohnung so schnell recht wohl fühlt, liegt nicht zuletzt an der kommunikativen Atmosphäre, die von ihr besonders gepflegt wird. Freunde lädt sie gelegentlich in die selbst entworfene Küche zu allerlei Gaumenfreuden am großen  Esstisch ein. „Die Küche ist eine Melange aus elegantem Château-Stil und behaglicher Familienküche – mit den hohen Decken, dem opulenten Lüster, maßgefertigtem Mobiliar und einem großen italienischen Gasherd als Blickfang.“ Die Wände zieren wie im Flur mit dem barocken Konsolspiegel als Charakterstück ausgesuchte Werke des bekannten zeitgenössischen Künstlers Martin Stommel.

 Feinste Tischkultur signalisiert, dass man sich dem Speisenreigen der Gastgeberin ganz unbedenklich hingeben kann, zumal sie aus ihrer Liebe zur Arbeit am Herd keinen Hehl macht. „Ich koche wirklich viel mit Leidenschaft.“ Gerne würzt Martina vom Hofe ihre Passion, Gäste zu bekochen, mit einer Extraportion Kreativität und so unternimmt sie kulinarische Ausflüge rund um den Globus, mal nach Asien, mal in mediterrane Gefilde und auf die Apenninenhalbinsel. Während der Rotwein stimmungsvoll im Glas funkelt, schmecken die Spaghetti Frutti di Mare noch einmal so gut.

 Danach ist es Zeit, einen Blick in das Arbeitszimmer der Hausherrin zu werfen. Alte Clubsessel, Kissen und Lampenschirme im Zebralook untermalen den eleganten Kolonialstil. Vor den Fenstern stehen Mahagoni-Schreibtische, schaut man nach dem Öffnen der Tagespost hinaus, zeigt sich der hoch aufragende Droste-Turm als einladender Blickfang, gedankenverloren erscheint vor den Augen des Betrachters der Park mit der verträumt dahinfließenden Weser im Hintergrund.

Eines Schlosses würdig, atmet man auch in der Nacht im Schlafgemach angenehme Stille. Unter den eleganten Bettüberwürfen verbirgt sich höchster Schlafkomfort. Auf der nach allen Regeln der Ergonomie gefertigten Bettkonstruktion liegen luxuriöse, handgefertigte Matratzen von VI-Spring und garantieren einen behaglichen und erfrischenden Schlaf.

Am späten Nachmittag fällt der Blick noch einmal auf den naturbelassenen Landschaftsgarten. Alles um das Schloss ist allmählich gewachsen und noch lange nicht vollendet. Nichts ist in steife Formen gepresst; im Gegenteil, in allem scheint  eben zu stecken. Überall in diesem Garten gibt es viel Zufälliges und liebevoll Geduldetes. Ein vermeintliches Unkraut vielleicht, das sich mühevoll durch eine Mauerritze gequält hat, darf stehen bleiben, eben wegen dieser Mühe, die es gehabt hat. Vorhandene Parkbäume spenden in den warmen Sommermonaten Schatten, zur Blütezeit verströmen alte Magnolien und Rosen ihren Duft, während die Melodie des Wasserspiels eines Springbrunnens sanft einlullt, wenn einem nach entspannenden Minuten der Muße zumute ist.

 

DESIGN INTERIOR
Martina Grothues - vom Hofe
Ubierstraße 83
53157 Bonn
Tel.: 02 28 / 3 50 29 62
Fax: 02 28 / 3 50 29 63
E-Mail: martinavomhofe@design-interior.de
Internet: http://www.design-interior.de

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