HIGH LIFE Heft 6 | 2004
LE PRINCE DE PROVENCE
Der exklusivste Privatclub Europas
Mit dem Design dieses Platzes schuf der weltberühmte Golfplatzarchitekt Robert Trent Jones sen. die Krönung seines Lebenswerkes: auf einem Areal von 800 Hektar fügen sich hier 18 Löcher perfekt in die Topografie des Hinterlandes der Côte d'Azur. Damit es bei den Abschlagszeiten kein Gedränge gibt, hat der norwegische Besitzer Otto Berg bei jetzt gerade einmal 30 Mitgliedern einen Aufnahmestopp erlassen, die Einstandsgebühr von 500.000 Euro wäre für viele Interessenten wohl eher das kleinere Problem. Dank Aldo Bertagnolli vom HON Golf-Club darf HIGH LIFE als erstes europäisches Magazin exklusiv über diesen Traumparcours berichten.
Text: Bernd Teichgräber | Fotos: Klaus Lorke, Brian Morgan
Wenn ein begnadeter Architekt wie Robert Trent Jones sen. einen Golfplatz kreiert, in dem wahre Insider des grünen Sportes die Krönung seine Lebenswerkes sehen, dann kann es sich nur um einen Golfgarten Eden handeln - um genau das ist der "Le Prince de Provence" auch: einer der wohl besten Plätze, die jemals gebaut wurden. 1997 übernahm der norwegische Unternehmer Otto Berg diese traumhaft Anlage.
17 Kilometer von Cannes entfernt fügt sich ein privater Golfclub mit 18-Loch-Anlag und einem Häuserensemble im Stil eines provenzalischen Dorfes in ein 800 Hektar große Areal. Dabei spiegelt der Kurs bis ins Detail die Philosophie von Robert Trent Jones sen. wider. Ganz im Sinne des Erbauers zeigt sich diese Fleckchen Erde von ausgeprägter Charakteristik, verrät es sein großartiges Gefühl für die Topografie der Natur.
Den Reiz des Spiels mit Holz und Eisen sah der weltberühmte Architekt aus dem kalifornischen Palo Alto darin, dass es für den Golfer eine ständige Herausforderung bietet. "Er greift den Parcour und das Par an, daher ist es Aufgabe des Golfarchitekten, für ein entsprechende Verteidigung des Platzes zu sorgen." Folglich werden sämtliche Grüns von strategisch platzierten Bunkern und Hindernissen verteidigt.
Hinzu kommen taktisch klug integrierte Gewässer. Tückisch sind auch die von Hand geschnittenen, schnellen Greens selbst, deren Schräglage sich dem Betrachter nicht auf Anhieb erschließt. Schwierig platzierte Fahnen runden das anspruchsvolle Spiel ab. Der ausgesprochen moderne und flexible Kurs hat fünf Abschläge an jeder Bahn, lange akribisch gepflegte Fairways und breit angelegte Greens. Ein Kurs mit außerordentlich hohem Niveau.
Sobald man den Platz betritt, erschließt sich einem das leicht hügelige Terrain zu Füßen des Massif des Maures in seiner ganzen Schönheit. Eine südländische Idylle, von der provenzalischen Flora und Fauna bestückt, mit einem äußerst milden Klima und zahlreichen Sonnenstunden für ganzjährige Golferlebnisse. Je weiter man in dieses abgeschiedene Eldorado vordringt, umso mehr öffnen sich die Tore eines paradiesischen Golfgartens, abwechselnd, aufregend und naturbelassen, angereichert mit zahlreichen Gustostücken für Herz und Auge. Edelkastanien und Pinien, aber auch Steineichen, Lärchen und hüfthohe Felsformationen zieren den Platz. Freunde des grünen Sports lieben den Blick auf die in der Sonne funkelnden Bahnen in sattem Grün und sind begeistert von dem weichen Licht voller Melancholie, das sich in den Abendstunden über den Platz legt und spektakuläre Schattenspiele inszeniert.
Kein Haus, keine Straße und keine Errungenschaften moderner Zivilisation trüben den Blick. Der Eindruck ist auffallend der, dass sich das Naturerlebnis von Loch zu Loch steigert, Stille und Ruhe umgeben den Spieler in einer intimen, abgeschirmten Welt – kostbare Juwelen in unserer hektischen Zeit.
Aldo Bertagnolli, Weltreisender in Sachen Golf und Kenner des Platzes, befragt nach seinen Eindrücken, muss nicht lange überlegen: „Jedes Loch hat sein ganz eigenes Profil, der Kurs verlangt neben strategischer Vorgehensweise ein absolut sauberes und präzises Spiel, insbesondere für Spitzenspieler, die den Champions-Abschlag wählen.“ Ein Par-72-Kurs, der Golfern aller Klassen höchsten Respekt, alle Schläge und alle Emotionen abverlangt. Der Platzrekord liegt bei 65 Schlägen. Sanft führt das erste Loch auf das Erlebnis Golf hin und weckt die Vorfreude auf ein großes Spiel, das sich mit den Back Nine zu einem grande finale steigert. Fast alle Spielbahnen sind sehr lang ausgelegt, messen von den Backtees aus gerechnet 6 640 Meter. Loch 2 ist ein Dogleg rechts, Loch 3 ist ein schweres Par 5 und 549 Meter lang. Das 12. Loch, ein Par 5, erfordert einen guten Drive, dann mit Holz 3 Richtung linken Bunker, von dort aus mit dem Pitching Wedge auf das Green. Einen zuverlässigen Eindruck von den beeindruckenden Dimensionen der Anlage liefert das breit angelegte 17. Loch, ein Par 4 mit herrlicher Rundumsicht vom Backtee auf die natürliche Schönheit und Weitläufigkeit der Landschaft. Wer die etwas vorsichtige Variante wählt, ist hier mit einem Eisen 2 gut beraten, um anschließend mit einem Eisen 5 das Green zu erreichen. Auch an Übungsmöglichkeiten fehlt es nicht. Driving Range und Putting und Pitching Green garantieren optimale Trainingsergebnisse.
Nach einem sportlich geprägten Tag kommt man immer wieder mit Freude ins „Village“ zurück, ein stilles, stilvolles Refugium, dessen Architektur provenzalisches Flair mit mediterraner Eleganz vereint. Vorbei an Platanen und plätscherndem Dorfbrunnen erreicht der Golfer das Clubhaus. Fernab jeglichen Resort-Charakters trifft man sich hier von früh bis spät, sucht das anregende Gespräch, gibt so manche Golfanekdote zum Besten und genießt den privaten, sehr persönlichen Rahmen des Clubs. Der setzt sich in der luxuriösen Villa, den fünf Townhouses und sieben Suiten mit Pool fort, geschaffen, um den Mitgliedern samt Freunden für die Zeit ihres Aufenthaltes ein Zuhause zu vermitteln, in dem man in ungezwungener Atmosphäre seine wohlverdiente Flucht aus dem Alltag genießt. Dem Golfer soll es an nichts fehlen, Komfort und Luxus sind selbstverständlich – vom Internetzugang im Meetingroom über den Schuhputzservice bis hin zu speziellen kulinarischen Vorlieben bleibt kein Wunsch unerfüllt.
Was von Ferne stören könnte, dringt in diese kleine, feine Oase nicht vor und so hat man alle Zeit der Welt, seinen Blick schweifen zu lassen, bemerkt die zauberhaften Interieurs inklusive Landhausküche – allesamt von modern bis traditionell im landestypischen Stil eingerichtet. Alles zeugt vom Talent des Interior Designers Alain Perrier, Atmosphäre zu schaffen. Jedes Detail ist wirkungsvoll in Szene gesetzt und sämtliche Farben, Formen und Materialien fügen sich zu einem harmonischen Ganzen, das seine warme, sonnige Note nicht verleugnet.
Welche Cuisine könnte da passender erscheinen, als eine Küche, die der Sonne und den Früchten des Meeres huldigt sowie heimische saisonale Produkte und die duftende Vielfalt der Kräuter verehrt. Ein Augen- und Gaumenschmaus zugleich, inszeniert vom Herdkünstler Alain Boeuf aus Vidauban, der seinen kleinen kulinarischen Träumen im Clubrestaurant und der lichtdurchfluteten Brasserie „Le Petite Prince“ eine Bühne bietet – adäquat umschmeichelt von namhaften Kreszenzen aus der Provence.
The Village: 1 Villa, 5 Townhouses und 7 Suiten, die Luxus und Behaglichkeit im provenzalischen Stil bieten. Golf-Shop und Clubhaus mit 2 Restaurants. Anreise: Per Flugzeug bis Airport Nizza, von dort per Leihwagen. Privater Hubschrauberlandeplatz auf dem Areal vorhanden. Golf: Golf-Club Le Prince de Provence, 18-Loch-Anlage, Par 72, 6 640 Meter
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