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HIGH LIFE Heft 5 | 2004

Antike Tresore
Historische Wertschränke als Humidor, Hausbar oder Weinklimaschrank

Sie stammen aus der Zeit Napoleons III., dem Biedermeier oder aus den Gründerjahren - Tresore und Wertschränke von faszinierender Handwerksqualität, behaftet mit dem Zauber der Vergangenheit. Im schwäbischen Maichingen verpasst ein junger Metallbaumeister diesen Zeitzeugen der Geschichte nach umfassender Restaurierung eine neue Identität.

Text: Gundula Luig-Runge | Fotos: Klaus Lorke

 Wer vermutet schon hinter der gepanzerten Türen eines mehrere hundert Kilo schweren antiken Tresors eine erlesene Minibar, einer Humidor, eine Schmuckvitrine oder gar einen Weinklimaschrank?! Mitnichten, die Kostbarkeit dieser unerwarteten Inhalte kann erheblich sein, der Überraschungseffekt, den man damit garantiert erzielt, ist es in jedem Fall. Die Idee, historische Tresore und Geldschränke wieder aufzuarbeiten und mit einem verblüffenden neuen Innenleben zu versehen, stammt von Markus Döttling. Der 32-jährige Schlosser und Metallbaumeister aus Maichingen, einem Vorort der Autostadt Sindelfingen, hatte von Kindesbeinen an einen engen Bezug zum Schlosserhandwerk. Schließlich ist er die vierte Generation in einem Familienbetrieb, der 1919 vom Urgroßvater als Schmiede und Schlosserei gegründet wurde.

Zum heutigen Leistungsspektrum des innovativen Unternehmens gehört neben dem Bereich Metallbau, den Markus Döttlings Vater Wolfgang leitet, auch die Sparte Tresore, Sicherheits- und Alarmtechnik - das Metier des Juniorchefs. Vor fünf Jahren bot man ihm einen ziemlich maroden historischen Tresor an, für den niemand mehr eine Verwendung hatte. Ein Fundstück aus den Kellergewölben des örtlichen Rathauses. Markus Döttling war fasziniert von diesem Altertümchen, entschloss sich, den alten Tresor bestmöglich zu restaurieren. Eine beachtliche Herausforderung, denn über die oft komplizierten Verriegelungsmechanismen dieser Schränke gab es keinerlei Literatur noch ein Museum, wo man sich hätte Rat holen können. Mit Fingerspitzengefühl, Sachverstand und zuweilen dem „richtigen Riecher“ hat es Döttling dennoch geschafft. Heute ziert das gute Stück, mit dem alles begann, sein Wohnzimmer.

Die ersten Jahre konzentrierten sich Markus Döttlings Aktivitäten in Bezug auf antike Tresore ausschließlich auf deren originalgetreue Restaurierung. In Zusammenarbeit mit erstklassigen Restauratoren, die die Oberflächen- und Sockelgestaltung übernahmen, entstanden hochwertige Antiquitäten, die rasch einen Liebhaberkreis fanden. Da diese exquisiten Unikate in den meisten Fällen jedoch nicht mehr den modernen Sicherheitsanforderungen der Versicherer entsprachen, konnten sie ihrer ursprünglichen Aufgabe als Tresor nicht gerecht werden. Das brachte den findigen Schwaben auf den Gedanken, seinen „Antique-Safes“, wie er die noch junge Sparte des wachsenden Familienbetriebes benannt hatte, eine neue Identität durch Umnutzung zu verleihen. Döttlings eigene Passion, das Zigarrerauchen, inspirierte ihn zu seinem ersten Tresor mit integriertem Humidor. Ein genialer Einfall, der seine historischen Wertschränke noch kostbarer und begehrenswerter machte. Mittlerweile bekommt der Maichinger Anfragen und Aufträge aus aller Welt, vor allem aus der Schweiz, Österreich und den USA. Humidor-Tresore haben sich in nur eineinhalb Jahren zum Bestseller von Antique-Safes entwickelt.

Je nach Größe des einstigen Geldschranks werden die individuellen Wünsche und Anforderungen des Kunden nach perfekter Handwerkstradition und selbstverständlich in Handarbeit umgesetzt. Neben edlen Hölzern und Furnieren finden ausschließlich erstklassige Beschläge und Messinstrumente beim Innenausbau Verwendung. Um die einwandfreie Funktion der Humidore sicherzustellen, und damit die optimale Lagerung der kostbaren Zigarren, kommt dem Klimatisierungssystem besondere Bedeutung zu. Vom einfachen Luftbefeuchter bis zur elektronisch überwachten Klimaanlage reicht das Spektrum bei Antique-Safes. Abhängig von der Größe des Tresors geht Markus Döttling auch bei der Klimatechnik auf die speziellen Wünsche seiner Kundschaft ein.

Zum Team des sympathischen Tresor-Spezialisten gehören neben erfahrenen Schlossermeistern ein Tischler sowie mehrere Restauratoren, die dafür Sorge tragen, dass sowohl die Funktion der Verriegelungstechnik als auch die edlen Oberflächen der Antiktresore nahezu in den Originalzustand versetzt werden. Absolut verblüffend, wie beispielsweise der Restaurator Roland Vonderbank eine Holzimitation auf den Stahlkorpus des Tresors maseriert. Auch von nahem ist das Ergebnis von echtem Holz kaum zu unterscheiden. Bevor der Künstler allerdings mit der Gestaltung des Objektes beginnen kann, wird die Stahloberfläche mit mehreren Lasurschichten überzogen, bei einfarbigen Flächen können das bis zu 20 Schichten sein. Zum Schluss bekommen die Außenflächen ein Finish aus Schellack.

Oftmals bestehen die Antiktresore aus zwei Teilen – dem eigentlichen Tresor aus Stahl, der den oberen Part bildet, und einem Sockel aus Holz. Optisch – nach erfolgter Restaurierung – eine nahtlose Einheit bildend, ist so ein Tresorhumidor (natürlich lassen sich auch andere Innenleben wie Minibar, Pfeifenvitrine, Weinklimaschrank integrieren, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt) ein extravagantes Unikat, das im privaten wie im geschäftlichen Umfeld für Aufsehen sorgt. Klar, dass Markus Döttling beim Versand seiner antiken Schmuckstücke nochmals besondere Sorgfalt walten lässt. Penibel mit Kantenschützern und Luftpolsterfolie verpackt, garantieren Fachspediteure, ausgerüstet mit modernsten Hebewerkzeugen und Treppenliften, für die Sicherheit auch auf kniffligsten Transportwegen – damit jeder Antiktresor so unversehrt und prächtig an seinem Ziel ankommt, wie er die Manufaktur in Maichingen verlassen hat.

Zum weiteren Service von Antique-Safes gehören außerdem Tresornotöffnungen, die mit größter Sensibilität vorgenommen werden, um den Geldschrank nicht unnötig zu beschädigen. Wer sich für einen Antiktresor interessiert, kann sich auf der Homepage des schwäbischen Unternehmens unter www.antique-safes.com aus zahlreichen Modellen schon mal seinen Lieblingssafe aussuchen.

Antique-Safes
Markus Döttling
Laurentiusstraße 18
D-71069 Sindelfingen-Maichingen
Telefon: +49/ (0) 70 31/ 81 04 92
Telefax: +49/ (0) 70 31/ 81 04 91
info@antique-safes.com 
http://www.antique-safes.com/

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