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Golf Son Gual

© Bild: Son Gual

Golfsensation auf Son Gual

PGA Tour mit großem Staraufgebot beim Debüt der European Senior Tour auf den Balearen


Was für ein Coup: Golf Son Gual an der Straße von Palma de Mallorca nach Manacor hat sich in kürzester Zeit den Ruf als einer der schönsten privaten Meisterschaftsplätze Europas erworben. Jetzt ist es den Besitzern sogar gelungen, die PGA Tour zurück nach Mallorca zu holen, die vom 8. bis 10. Mai stattfand. Der bereits anderthalb Jahre nach der Eröffnung von der Fachwelt unisono als Weltklasseplatz bewertete Championship Course von Son Gual Golf bot den perfekten Schauplatz für die außergewöhnliche Veranstaltung.

Es war ein Augenblick, den keiner, der dabei war, im Leben vergessen wird. 1985, Belfry. Plötzlich dreht sich das Turnier, und jetzt gewinnen sie: Berhard Langer, Ian Woosnam, Nick Faldo, Sandy Lyle, Jose-Maria Canizares – und dann schafft Sam Torrance mit einem Fünfeinhalb-Meter-Birdie-Putt die Sensation: Nach dreißigjähriger Dominanz der Amerikaner hat Europa zum ersten Mal den Ryder Cup gewonnen. Die Spieler von damals sind längst Legende, und es sind ihre Namen, die heute die PGA Seniors Tour Jahr für Jahr zu einem der spannendsten Events der Golfsaison machen.

Es ist eine absolute Sensation, die Junior Chef Andreas Pamer gelang, die PGA Tour wieder zurück nach Mallorca zu holen. Was das bedeutet, war ihm gleich bei der Vertragsunterzeichnung bewusst: „Es ist eine Sensation für Son Gual, dass wir das PGATurnier ausrichten durften. Großartig auch, dass für die Organistion des Events Bernhard Langers Bruder verantwortlich ist. Erwin Langer hat enormes Renommee in Europa und ist ein Garant dafür, dass das Turnier so ein großer Erfolg wurde.“

Die Rückkehr der European Senior Tour auf die Balearen nach dem Ausfall der Mallorca Classics in 2008 bedeutete, dass der Sportkalender der Insel wieder mit einem hochdotierten, international besetzten Golf-Highlight glänzt. Das Starterfeld las sich wie ein „Who’s who“ der internationnalen Top-Golf-Prominenz (das Ergebnis des Turniers stand bei Redaktionsschluss leider noch nicht fest). Die Ryder-Cup-Kapitäne Mark James, Sam Torrence und Ian Woosnam traten gegen den „Tiger-Bezwinger“ Costantino Rocca an. Ian Woosnam, der seine zweite Saison bei den „Champions“ bestreitet, führte die Gilde der europäischen Top-Professionals an. Er gewann in der abgelaufenen Saison zwei Turniere, wurde Erster der Rangliste 2008 sowie „Rookie of the Year“. Woosnams Freund Sam Torrance aus Schottland blickt auf eine ähnliche Golfkarriere zurück. Ebenfalls achtmal hintereinander vertrat er Europa beim Ryder Cup in den 80er und 90er Jahren, bevor er 2002 zum Kapitän ernannt wurde. Mark James, ein weiterer ehemaliger Ryder-Cup-Kapitän, gewann seit 2004 vier Titel, drei davon in den USA, wo er hauptsächlich am Start war. Costantino Rocca, der erfolgreichste italienische Golfer aller Zeiten, gelang 1997, beim letzten seiner drei Ryder-Cup-Auftritte für Europa, der entscheidende Punkt zum Sieg über die USA. Gegner im spanischen Valderrama war seinerzeit kein Geringerer als der Weltranglisten-Erste Tiger Woods. Der Kölner Torsten Giedeon, der zusammen mit Bernhard Langer den World Cup 1990 gewann hielt die Fahne für Deutschland hoch. Der 51-Jährige bestreitet dieses Jahr seine zweite Saison auf der European Senior Tour.

Auch die Liste der spanischen „Ryder-Cup-Spieler“, die zu ihrem Heimspiel antraten, las sich wie ein „Who’s who“ der absoluten Weltklassegolfer: die ehemaligen Käpitäne des Teams der iberischen Halbinsel, José Maria Canizares, Antonio Garrido, Manuel Pinero und José Rivero waren ebenso am Start wie Juan Quiros. Antonio Garrido war zusammen mit Seve Ballesteros der erste Golfer des europäischen Kontinents, der 1979 für das Ryder Cup-Team berufen wurde. Er konnte bereits zweimal die Senior Tour gewinnen. Pinero gehörte 1981 zu dem legendären europäischen Team, das 1985 in Belfry gewann, Rivero gehört zu den Winnern 1985 und 1987. Canizares gewann 1984 den World Cup für Spanien, er war bereits sechsmal Sieger der European Tour. Mehr Legenden des Golfsports wie bei den Son Gual Mallorca Senior Open hat man wohl selten zuvor auf einem Platz gesehen.

Von Beginn an herrschte Begeisterung darüber, was Son Gual Golf – abgesehen von seiner traumhaften Landschaft – rein golferisch bietet: für den Professional Herausforderungen, die sein ganzes Können provozieren, für den Amateur Befriedigungen, wenn er überlegt und sicher spielt. Kein Wunder, dass die 18 Loch von Son Gual nach so kurzer Zeit schon als europäische Top-Destination gehandelt werden. Was herausragt, wächst oft aus Unzufriedenheit. Wer in unserem Fall ungenügsam war – der deutsche Industrielle Adam Pamer, 64, Initiator, Investor und Eigentümer von Golf Son Gual – kam schon lang als Feriengast auf die Insel, mit Sohn, Tochter, Gattin, passionierte Golfer allesamt. Von ihrer mallorquinischen Zweitresidenz aus zogen sie auf die Plätze der Insel, erwarben Mitgliedschaften, spielten – und blieben letztlich missvergnügt. Sohn und Juniorchef Andreas Pamer: „Natürlich gibt es gute Plätze auf Mallorca, und selbstverständlich auch Clubs, die die Zeichen der Zeit sehen, nicht schon damit zufrieden sind, dass genug Gäste kommen, sondern sich laufend verbessern. Aber da sind auch andere, und für uns hat eigentlich immer irgendwo etwas nicht gepasst. Wenn man in der Hauptzeit sechs Stunden auf dem Golfplatz steht, vor einem immer drei Flights; wenn man zu Weihnachten oder Ostern als Mitglied keine Startzeiten bekommt, und man zahlt dabei viel Geld, dann stimmt das eine oder andere nicht.“ Nun kann man in solchem Fall Nörgler werden und alles lassen wie es ist.

War nicht Sache von Adam Pamer. Der Handicap-Elf-Spieler (seine Tochter Sabine, Präsidentin des Golfclubs Son Gual, hat Hcp 3) ließ seiner Leidenschaft, seinen Visionen freien Lauf und baute sich selbst den Platz, von dem er und seine Familie träumten – aus einer Philosophie heraus, die sein Sohn so lakonisch wie klar beschreibt: „Wir haben nur einen Golfplatz. Wir haben keine Villen, die wir verkaufen, keine Hotels, die wir füllen wollen, bei uns geht’s wirklich nur um Golf, und wenn man sich zehn Jahre befasst mit so einem Projekt, dann muss was dabei rauskommen.“ Was am Ende dabei herauskam und seit Beginn die internationale Fachpresse jubeln lässt, das baute Adam Pamer natürlich nicht wirklich selbst. Das kam vom Himmel. Er hatte die Ausschreibung gewonnen: Thomas Himmel, 44, dreifacher deutscher Amateurmeister und als Golfarchitekt ein No-Name, schon gar auf einer Insel, die Jack-Nicklaus- und Trent-Jones-Plätze aufweisen kann. „Sicher hätten wir auch einen großen Namen haben können“, lächelt Andreas Pamer, „und die waren auch unter den eingereichten Entwürfen. Aber wir haben sie mit verdeckten Namen studiert, und als die Entscheidung über den besten fiel, war er von Himmel. „Hatte sich der Gewinner nach Vorgaben zu richten?“ Mein Vater wollte einen See, eine Insel mit Palmen, dazu Olivenbäume, das waren so die Wünsche. Aber sonst sind das alles Himmels Gedanken und Ideen. Wir haben sie einfach in die Tat umgesetzt. Wir haben genügend Budget gegeben, oder eigentlich gar keins. Wir haben nur gesagt: Wir wollen den besten Golfplatz, und in Grün, und dann hat er sich ausgetobt.“ Es muss wirklich was los gewesen sein auf Son Gual, bis sich der Platz bei seiner Eröffnung wie von Zauberhand geschaffen in die Ebene ergoss. 1,4 Millionen Kubikmeter Erde wurden bewegt, 70.000 Tonnen Sand.

Grüns mit einer Durchschnittsgröße von 800 Quadratmetern wurden modelliert, Abschläge mit einem Durchschnitt von 900 Quadratmetern und mit sechs Tees für jeden. Himmel inszenierte 66 Bunkersituationen mit einer Gesamtfläche von 3,5 Hektar (der Kurs, 6621 Meter lang von Schwarz, misst ca. 70 Hektar, das ganze Anwesen Son Gual 156 Hektar). Er schuf 28 Wasserhindernisse (Insel mit Palmen inklusive), darunter Seen, die auch als Bewässerungsreservoir für die 1750 Sprinkler dienen, und er lässt einen 1,6 Kilometer langen Bach durch die Fairways laufen.

Himmel pflanzte an die 800 Olivenbäume, teils 1000 Jahre alt. Er tupfte acht Weingärten mit 3500 frisch gesetzten Rebstöcken ins Bild (Son-Gual-Fans freuen sich schon auf den ersten Jahrgang). 35 Greenkeeper halten die „himmlische“ Schöpfung fit, elegant und großzügig wie alles: das Clubhaus am 9. und 18. Loch – man munkelt von 30 bis 38 Millionen Euro Kosten für alles, Andreas Pamer dementiert nicht. Signifikant, wenn man die Fachpresse liest, aber auch, wenn man den Platz selbst spielt: Es gibt eigentlich kein Signature Hole, jedes Loch hat seine ganz individuelle Faszination.

Greenfee: 135 bis 150 Euro

Golf Son Gual

Eigentümer: Adam Pamer

Finca Son Gual
Ma 15, Palma–Manacor, Km 11,5
E-07199 Palma de Mallorca

Telefon: 00 34 - 9 71 - 78 58 88
(von 9.00 bis 18.00 Uhr
Telefax: 00 34 - 9 71 - 78 58 99

eMail: info@son-gual.com
Homepage: http://www.son-gual.com
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