Das goldene Dutzend
ECKART WITZIGMANN
Ganze Garden von Drei-Sterne-Köchen haben in der L’Auberge gelernt. Zwei, die hier ihr Rüstzeug bekamen, erreichten ebenfalls einen Platz im Olymp der Besten: Eckart Witzigmann und Jean-Georges Vongerichten.
Selbst wer nie bei ihm im Münchner „Tantris“ oder in der „Aubergine“ aß, selbst wer nie eines seiner Rezepte nachgekocht hat: Jeder hat den Namen Witzigmann schon mal gehört. Denn kein anderer Koch in unserem Sprachraum verkörpert das deutsche Küchenwunder wie dieser Österreicher aus Bad Gastein. 1979 bekam er als Erster an einem deutschen Herd drei Sterne – so lange er kochte, hat er nie einen abgeben müssen. Seit dem „Tantris“ gilt das Credo, dass die Gerichte vor allem frisch und bekömmlich sein müssen. Dem hat sich auch die Lust am Zusammenspiel der Aromen unterzuordnen. Witzigmann trifft überall auf seine Schüler, die in seinem Sinne kochen. Alle haben sie bei „Ecki“ viel gelernt, es ging aber auch derb zu. In der Aubergine mussten Köche in den Strafkeller, wenn sie beispielsweise den Hummer zu lange im Topf ließen und er nicht mehr zu gebrauchen war. Witzigmann hat immer betont, dass Köche mit den Gaben Gottes, den Produkten also, respektvoll umzugehen haben. Heute ist Witzigmann der wohl gefragteste kulinarische Berater.




















