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Mara Bushtops Camp

Zelten in der Masai Mara

Ich pflanzte einen Baum in Afrika. Am Fuße der Siana-Berge. Im Garten eines Camps im Hochland Kenias, am Rande der Masai Mara. Sami, der junge Masai, zerteilt eine Plastikflasche und steckt sie mit der Öffnung nach unten in die Erde, die ich gerade aufgeschüttet und festgeklopft hatte. Dann den Flaschentrichter noch mit Wasser aufgefüllt, damit die jungen Wurzeln Tropfen für Tropfen mit Lebenselixier versorgt werden. Wachsen und gedeihen soll er, mein miraculous fever tree, aus dessen Blättern die Masai eines Tages ein geheimnisvolles Mittel gegen das Fieber kochen werden. Wachsen und gedeihen wie die Kaffeeplantagen, die Karen Blixen hier vor einhundert Jahren – Out Of Africa – auf den milden Höhen des Äquators kultivierte.

Out Of Africa ist jetzt und hier. Wir stehen auf der hölzernen Veranda unseres Zeltes hoch oben über dem 60.000 Hektar großen Naturschutzgebiet Mara Siana Wildlife. Giraffen schreiten den Horizont ab, Wasserbüffel glotzen gemächlich wiederkäuend wiehernden Zebras hinterher, Gazellen trippeln mit gespitzten Ohren durch Akazienhaine, Warzenschweine knien wie betende Keiler auf dem Boden und schnüffeln nach Trüffeln.

Masai Mara, das „gepunktete Land“ der Masai, ist das tierreichste Naturreservat Kenias. Auf 1700 Quadratkilometern, was der Fläche Fuerteventuras oder Tokios entspricht, finden sich die berühmten Big Five, also Löwe, Leopard, Elefant, Büffel und Nashorn, weitere Raubtiere wie Geparden und Schakale, am Mara-Fluss Krokodile und Flusspferde, Giraffen und riesige Herden von Zebras und verschiedener Antilopen. Das Panorama, das sich unter uns eröffnet, ist gigantisch, die unendliche Weite strahlt Größe und Freiheit aus. Und auch der Mensch hat hier reichlich Raum zum Leben, das zeigt schon die 100 Quadratmeter große Terrasse, die unser Zelt am Hang einrahmt. Ein sunken tub, eine runde, in den Fußboden eingelassene Badewanne, garantiert Open-Air-Badespaß, genauso wie geräumige Innen- und Außenduschen neben dem gemauerten Bad mit zwei Waschbecken und separatem WC.

Die drei Stoffseiten des Zeltes sind aufgerollt, erst bei Sonnenuntergang wird der Butler die Zeltwände des kolossalen Busch-Wigwams herunterlassen, zwei Gläser Likör und Schoki für zwei drapieren und Petroleumlampen draußen entzünden. Und er wird – auch mitten im Sommer – zwei Wärmflaschen im Kingsize-Bett verstauen, denn hier auf 1500 Metern sind die Nächte so frisch wie im europäischen November. Nur gelegentliches Grollen der Löwen und die entfernten Gesänge aus den Dörfern der Masai erinnern daran, dass man unter afrikanischem Himmel nächtigt. Das Schnarchen des Nachbarn fällt indes nicht ins Gewicht, denn die 12 Zelte des Camps stehen in einem Abstand von 15 bis 30 Metern zueinander, weit genug, um sich privat zu fühlen und nah genug, um nicht allein zu sein.

Der Morgen erwacht um halb sechs mit dem freundlichen Gruß Good morning, ready for safari? Butlerin Ruana serviert frisch gebrühten Kaffee und Croissants auf der Veranda. Barfuß und eingehüllt in weite Bademäntel begrüßen wir den Tag, gemeinsam mit der Gemeinde gelb leuchtender Webervögel, die unsere Krümel von den Planken picken. Die Sonne färbt den Osten rotorange, als wir den bulligen Allrad-Landrover erklettern. Ranger Charles am Steuer und Masai Sami, der Spurensucher, auf der erhöhten Sitzbank hinten im Geländewagen sind unsere Guides ins gigantischste Tierleben der Welt. Wir passieren die typischen runden Wohnen mit höchstem Komfort in wunderschön eingerichteten Luxuszelten.

Elegante Bäder wie in einem noblen Fünf-Sterne-Haus. Masaidörfer, vor denen in leuchtendes Rot gekleidete Männer und Frauen Kühe melken, Ziegen treiben oder Mais stampfen. Nach zehn Minuten Rumpelfahrt durchqueren wir das Tor zum Masai-Mara-Nationalpark, und wie auf Bestellung sind wir schon wenig später umringt von Büffeln und Zebras, Thompson-Gazellen und riesigen Gnu-Herden. Das gewellte Grasland ist weit und offen, nur hier und dort ragen Akazien auf, ein ideales Land zum Erspähen seiner tierischen Ureinwohner. Auf Bäumen pflegen Adler und Sekretärvogel ihre Nester, erheben sich dann mit satten, gelassenen Flügelschlägen in den blauen Himmel, segeln als Herrscher der Savanne hoch oben über unseren Köpfen. Aus den Tupfen, die der Mara den Namen gaben, werden Giraffen, erst eine, dann drei, dann viele, die elegant wie Models auf dem Laufsteg der Natur zu den Wasserstellen schweben. Elefanten hinter der nächsten Bodenwelle, zwei, acht, zwanzig … Bis auf wenige Meter nähern wir uns, doch nicht zu nah, nicht zu laut und erst recht nicht gestikulierend, denn die Elefantenkühe haben ihre Jungen dabei. Und wenn dem Junior Ungemach droht, dann kann die Mama unangenehm werden. So schleichen wir mehr als dass wir fahren um die Herde herum, schauen den Ele-Kids beim Wasserloch-Planschen zu und sind froh, dass diesen faltigen Majestäten der Wildnis keiner am Leder flicken kann.

Sami stößt einen leisen Pfiff aus, Charles greift zum Fernglas, in der Ferne kreisen Geier. Ein sicheres Zeichen dafür, dass Löwen einen erfolgreichen „Kill“ hingelegt haben und nun auch die Zaungäste des Ereignisses ein bequemes Frühstück wittern. Nach kurzer Fahrt entdecken wir die satten Löwen im Gebüsch, vom ausgewachsenen Büffel haben sie nur noch die Knochen übrig gelassen, um die sich jetzt Geier und Hyänen streiten. Nur noch zwei, drei Meter trennen uns von den Raubkatzen, als Simba, der Herr der Mara, ein Auge öffnet und uns zuzwinkert, und sogleich wieder in Schlaf verfällt. Wir atmen weiter, und Charles beruhigt uns mit der Erklärung, dass Menschen nicht zum Beuteschema der Löwen gehören und uns als Teil des riesigen Allradfahrzeugs auch gar nicht als Individuen erkennen können.

Unter einer schattigen Akazie parkt Charles den Landrover: Frühstückszeit. Klappstühle, Holztische, ein Büfett wird arrangiert: Kaffee, Tee, Säfte, mehrere Brotsorten, frisch gebackene Croissants, Eier, Aufschnitt, Früchte, Nudelsalat, Tomaten, Aprikosenkonfitüre in Glasschälchen – nichts fehlt beim obligatorischen Bush-Breakfast.

Nach einer halben Stunde hantiert Charles am Funkgerät. Er und seine Rangerkollegen tauschen Tiertipps aus, wer wo was und wen erspäht hat. Weißbartgnus sind auf der Wanderung – The Crossing – von der Serengeti in Tansania in die Mara in Kenia. Bis zu zwei Millionen Tiere folgen seit Menschen- oder besser Tieresgedenken alljährlich dem Wasser, dem Regen, auf der Suche nach frischem Futter und grünem Gras. Nach kurzer Fahrt haben wir die steilen Ufer des Mara River erreicht. Diesseits des Flusses trotten Herden klatschnasser Gnus, braun vom Schlamm des reißenden Gewässers, an uns vorbei. Sie haben es ans rettende Ufer geschafft. Jenseits der gurgelnden Fluten treffen immer neue Tiere ein, schrecken zurück vor dem bedrohlichen Fluss, Ur-Instinkte, die den Rückzug befehlen. Doch dann die erneute Kehrtwendung, sie müssen durch den Fluss, das Zugverhalten siegt.

Hektisch, wie ferngesteuert, stürzen sie sich ins Wasser, springen, schwimmen, kämpfen gegen die Strömung, tauchen unter und wieder auf. Lebendigen Knäueln gleich treiben sie ab, erreichen das andere Ufer, während hungrige Leoparden auf den Felsen auf ihre Beute warten, massige Krokodile schon unter Wasser ihre Chance auf ein fettes Mittagessen ergreifen. Erst als Charles den Geländewagen anwirft, fällt der Vorhang dieses großen Kinos, das sicher keinen Bambi, aber dafür alle anderen tierischen Heerscharen verdient hat. 

Am Abend leuchten uns Laternen den Weg ins Restaurant. Lucas, der freundliche Kellner, heute Abend ganz Sommelier des Hauses, präsentiert den Wein des Tages im Weinkeller des Mara Bushtops Camp, den wir am prasselnden Kamin genießen. Das Abendessen wird wie das Mittagessen à la carte serviert, den Schwerpunkt bilden europäische Gerichte, sanft ergänzt durch afrikanische und asiatische Zutaten. Chef Gilbert ist ein Meister seines Faches. Ob am Lagerfeuer, in der Boma eines nahe gelegenen Masaidorfes oder hier im Restaurant serviert – das kulinarische Angebot spiegelt das Niveau des neu eröffneten Camps, das zweifellos zu den exklusivsten in ganz Ostafrika zählt. Unter Bäumen schlendern wir zurück  zum Zelt. Eines Tages werden wir zurückkehren und schauen, was aus meinem Bäumchen geworden ist, hier im Hochland von Kenia.

21 geräumige Luxuszelte, jedes mit eigenem hölzernen Aussichtsdeck mit einer Fläche von 100 qm, Fernrohr und versenktem Hot Tub im Freien, Innen- und Außendusche, große Komfortbetten,

Restaurant mit À-la-carte-Menü, Lounge mit Kamin, Butler-Service, Swimmingpool mit Panoramasicht, Weinkeller, kleine Bibliothek, Abendessen in einer Masai-Boma, nächtliche Pirschfahrten, Internet-Anschluss, Solarenergie.

Mara Bushtops Camp

C14, Keekorok -Masai Mara Reserve-
Siena Conservancy
Kenya




Buchung und Informationen:

Private Safaris
Geroldstrasse 20
Postfach
CH-8010 Zürich

Telefon: 00 41 - (0) 44 - 3 86 46 46
Telefax: 00 41 - (0) 44 - 3 86 46 47

eMail: jambo@private-safaris.ch
Homepage: http://www.private-safaris.ch
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