Historie trifft auf modernen Genuss
Fernab von Strandgetümmel und Flaniermeilen findet man auf Sylt kleine Paradiese voller Ruhe und Genuss. Eine dieser Oasen, umrahmt von alten Bäumen, Fauna und Flora, ist das Naturschutzgebiet „Kampener Vogelkoje“ – 1767 angelegt und ursprünglich als Entenfangstätte genutzt. Immer wieder treibt es Genussmenschen, Naturfreunde, Radler und Wanderer voller Vorfreude zu diesem besonderen Ort zwischen Watt und Meer – denn ein magischer Anziehungspunkt ist hier das wunderschöne, gleichnamige Restaurant Vogelkoje. Ein Haus unter Reet, innen wie außen ein wahres Schmuckstück in einem romantischen Garten mit einem unkonventionellen Gastgeber.
Wer Gerhard Diehm zum ersten Mal trifft, der könnte ihn für einen Aussteiger, einen Künstler oder vielleicht auch einen Surfer halten. Doch der Mann mit den längeren Haaren und der rauchigen Stimme ist Geschäftsführer, renommierter Koch, Familienvater, Weinliebhaber. „Gar nicht so falsch, Surfen war der Grund, weshalb ich nach Sylt gekommen bin. Es sollte nur für einen Sommer sein. Das ist jetzt über 30 Jahre her“, erzählt der gebürtige Franke. Inzwischen hat er das Surfbrett gegen Golfschläger getauscht, verrät: „In diesem Jahr bin ich 26 Jahre in der Vogelkoje. Elf Jahre war ich Küchenchef, dann habe ich das Restaurant übernommen.“
Inzwischen steht Dennis Vogt als Küchenchef am Herd. „Ich bin in Schleswig-Holstein an einem Nebenfluss der Elbe aufgewachsen, liebe Kitesurfen und Motorradfahren. Sylt ist für beides ideal. Allerdings bleibt mit zwei kleinen Kindern nicht mehr so viel Zeit“, sagt der 37-Jährige. Zeit nimmt er sich für seine Produkte und deren exzellente Verarbeitung. Eine hohe Qualität und möglichst Regionalität sind ihm dabei ebenso wichtig wie gutes Handwerk. Jede Soße, jedes Chutney wird selbst gemacht.
Formschöne, blank gescheuerte, liebevoll eingedeckte Tische, Holzdielen, opulente Bilder, moderne Stühle, Kerzen und zauberhafte Blumensträuße machen dieses Refugium sehr besonders. Zu den Gästen zählen Sylt-Reisende ebenso wie Insulaner und prominente Zeitgenossen. „Da machen wir keinen Unterschied. Jeder ist uns gleich willkommen. Für kleine Gäste gibt es eine eigene Speisekarte und einen Spielplatz. Unsere Räumlichkeiten und der idyllische Garten bieten den passenden Rahmen für unvergessliche Hochzeiten und Familienfeste“, erzählt Gastgeber Gerhard Diehm.
Freitags, samstags und sonntags genießt man hier gern ein opulentes Frühstück, später leckeren Kuchen oder hausgemachte frische Waffeln. Abends verwandelt sich die Vogelkoje in einen wahren Genusstempel. Selbstverständlich wird einst wie heute eine halbe Vogelkojen-Ente serviert – klassisch mit Kirschrotkohl und Kartoffelkloß. Aber Dennis Vogt kreiert auch immer wieder Neues – einen Kaviar-Cocktail auf Eis zum Beispiel oder ein Carpaccio vom friesischen Rind mit karamellisierter Macadamia-Nuss, Estragon, Trüffel und Parmesan. Zum Dessert begeistert ein gar himmlischer Genuss: Marillenknödel mit leckerem Pflaumenkompott und Vanilleeis. Wein ist absolute Chefsache – der Keller offeriert mehr als 400 Positionen!







