Inbegriff einer geschichtsträchtigen Pariser Brasserie
Es gibt gastronomische Adressen, die untrennbar mit Paris verbunden sind, und das Grand Colbert gehört zweifellos zu diesen ikonischen Orten. Die mit der Galerie Colbert im Jahr 1828 entstandene Brasserie steht unter Denkmalschutz und lässt den Glanz vergangener Zeiten bis heute aufleben. Nach jahrelanger Schließung wurde die Location 1985 von der Bibliothèque nationale de France übernommen und zeigt sich heute als eine Brasserie mit lässigem Chic, in der Gerichte der französischen Gastronomie serviert werden. Das Interieur nimmt den Gast mit auf eine Zeitreise und lässt ihn in das Paris der Belle Époque eintauchen. Umgeben von Spiegeln, Mosaiken, geschnitzten Säulen, Pilastern und üppigen Pflanzen, die an die Gärten des Palais-Royal erinnern, entfaltet sich ein Terrain, auf dem sich die Pracht des Jugendstils und die Herrlichkeit der antiken Welt vereinen.
Das Grand Colbert war schon Schauplatz von Dreharbeiten, darunter die berühmte Szene aus dem Film „Was das Herz begehrt“ von Nancy Meyers mit Jack Nicholson und Diane Keaton, in der das beste Brathähnchen der Welt angepriesen wurde. Auch wenn das Hähnchen bis heute ein unumgänglicher Star auf der Speisekarte und vor allem bei amerikanischen Gästen beliebt ist, kann sich der Rest der Speisekarte ebenfalls durchaus sehen lassen. Wahre kulinarische Meeresgeschichten erzählen Hummer, Krabben, Austern, Garnelen und Venusmuscheln. Unbedingt probieren sollte man die exzellente Seezunge von der französischen Atlantikküste, die in der Kupferpfanne präsentiert wird. Zusammen mit dem hausgemachtem Püree ein echtes Gaumen-Event. Und natürlich kann man sich auch an Schmorgerichten mit dem Geschmack vergangener Zeiten erfreuen: Hechtklößchen, Kalbsblanquette, Coq au Vin, Nieren oder Blutwurst. Ein Paradies für Gourmands!






